DSM ist weiter Chef-Plakatierer in Buchholz

Buchholzer Liste scheitert mit Antrag, Vertrag für Plakatwerbung neu auszuschreiben

os. Buchholz. Der Plakatwerbung in Buchholz bleibt drei weitere Jahre in den Händen der Deutsche Städte-Medien GmbH (DSM). Die Buchholzer Liste (BuLi) scheiterte jüngst im Stadtrat mit ihrem Dringlichkeitsantrag, den Vertrag mit der DSM zu kündigen. Die notwendige Zweidrittel-Mehrheit, den BuLi-Antrag zu diskutieren, kam nicht zustande. Die CDU als größte Ratsfraktion votierte gegen die Dringlichkeit.
Hintergrund: Der 2011 geschlossene Vertrag zur Nutzung von Werbemöglichkeiten im öffentlichen Verkehrsraum läuft am 30. September aus und verlängert sich automatisch, wenn er nicht ein halbes Jahr vorher gekündigt wird. Genau das wollte die Buchholzer Liste. Begründung: Dem Abschluss des bestehenden Vertrages mit der DSM sei damals kein wettbewerbliches Vergabeverfahren vorausgegangen. "Dadurch ist nicht gewährleistet, dass das bestmögliche wirtschaftliche Ergebnis für die Stadt Buchholz erzielt wurde", begründete Peter Eckhoff, Ratsherr der Buchholzer Liste. Die Stadt Hamburg habe gezeigt, dass man mit einem Wettbewerb sehr hohe Einnahmen generieren könne. Es leuchte nicht ein, warum die Vergabe der Nutzungsrechte für die Außenwerbung für die Stadt Buchholz bislang ein reines Nullsummenspiel sei. Einnahmen und Ausgaben sind derzeit für die Stadt genau gleich hoch. Die DSM organisiert die Plakatwerbung an 240 Standorten im Buchholzer Stadtgebiet, meistens an Laternen.
Die CDU sah die Dringlichkeit nicht. "Unser Ziel, das wilde Plakatieren einzudämmen, haben wir erreicht", sagte CDU-Ratsherr Ralf Becker. Es sei aber sehr schwierig gewesen, überhaupt ein Unternehmen für die Plakatwerbung zu finden. "Wir fürchten, dass man mit einem neuen Vertrag überhaupt keinen Interessenten finden würde", so Becker.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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