Finanzausschuss Neu Wulmstorf berät über Defizit im Gemeindesäckel

Wie es um die Finanzen im Neu Wulmstorfer Haushalt bestellt ist, besprachen die Mitglieder beim jüngsten Finanzausschuss
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  • hochgeladen von Alexandra Bisping

Neu Wulmstorf: Finanzausschuss trotz Minus auf einem guten Weg

ab. Neu Wulmstorf.

Neu Wulmstorfs Kämmerer Jörg Schröder informierte kürzlich die Mitglieder des Finanzausschusses über die Zahlen für das Haushaltsjahr 2016: 30,5 Millionen Euro könne die Gemeinde bei den Erträgen verbuchen. Allerdings seien drei Millionen Euro Defizit für das kommende Jahr prognostiziert. Eine um 1,3 Millionen Euro erhöhte Kreisumlage sowie eine um 1.5 Millionen Euro niedrigere Schlüsselzuweisung des Landes zur finanziellen Unterstützung der Kommunen sind neben einem erhöhten Betrag im Kitabereich von 275.000 Euro dafür verantwortlich.

Im Jahr 2017 wird das Minus voraussichtlich bei rund 1,05 Millionen Euro liegen, im Jahr darauf bei 745.000 Euro. Spätestens im Jahr 2019 will Schröder wieder „auf eine schwarze Null kommen.“

9,2 Millionen Euro an Investitionen seien für diverse Projekte eingeplant, so der Kämmerer. Dazu gehörten u.a. das Familienzentrum und die Sanierung der Straße „Am Bach“.

Ausschussmitglied Tobias Handtke (SPD) sieht trotz des Defizits im Haushalt keinen Grund zur Sorge: „Wir haben weder die Steuern erhöht noch an der Umsetzung eines Projektes gespart“, so der Fraktionsvorsitzende. „Mit unserer Haushaltspolitik sind wir auf dem richtigen Weg.“

Kämmerer Schröder ist davon überzeugt, dass die Gemeinde es selbst schafft, aus den negativen Zahlen wieder herauszukommen. Mit dem vorgestellten Haushaltsentwurf will er jetzt beim Landkreis antreten und eine Genehmigung einholen. Sollte es kein grünes Licht geben, müsste die Gemeinde Neu Wulmstorf mit einer Haushaltskonsolidierung rechnen, die den finanziellen Handlungsspielraum in Politik und Verwaltung einschränken würde.

Im Verlauf der Sitzung stand auch die zukünftige finanzielle Unterstützung der Neu Wulmstorfer Schulen auf der Tagesordnung. Der Ausschuss beschloss für das kommende Jahr eine Änderung: Einzelbeträge für Anschaffungen werden gestrichen, dafür gibt es eine Erhöhung im Schulbudget. Über das Budget kann die jeweilige Schule nach Bedarf eigenständig verfügen. So sollen der Hauptschule im Jahr 2016 9.000 Euro zur Verfügung stehen, den beiden Grundschulen 8.000 bzw. 9.000 Euro.

• Ob die Empfehlungen des Ausschusses umgesetzt werden, wird der Rat in seiner kommenden Sitzung am Donnerstag, 17. Dezember, ab 19.30 Uhr im Ratssaal entscheiden.

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