Neuausschreibung für Betrieb von Flüchtlingsunterkünften
Flüchtlingshelfer warnen: Vermeidbare soziale Probleme

Auch in der Flüchtlingsunterkunft An Boerns Soll in Buchholz werden Bewohner von Sozialarbeitern betreut
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Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Blaulicht
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Nächtlicher Großeinsatz in Agathenburg
Feuer in Motorradwerkstatt: 400.000 Euro Schaden

tk. Agathenburg. Ein Feuer in einer Motorradwerkstatt im Gewerbegebiet in Agathenburg hat in der Nacht zu Freitag einen Schaden von rund 400.000 Euro verursacht.  Der Brand wurde gegen 4.45 Uhr von einem Wachdienst entdeckt. Das Sicherheitsunternehmen hatte zuvor eine Alarmmeldung bekommen und vor Ort kontrolliert. Der Mitarbeiter bemerkte den Brand ind er werkstatt und alarmierte Feuerwehr und Polizei. Die Ortswehren Agathenburg und Dollern fuhren zum Brandort entsandt. Es schlugen bereits...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Service
Zahlreiche mobile Impfteams sind im Landkreis Harburg unterwegs

Wo wird momentan geimpft?
Aktuelle Impfangebote im Landkreis Harburg

(lm). Wo wird im Landkreis Harburg aktuell geimpft? In zahlreichen Einrichtungen nehmen mobile Impfteams des DRK und der Johanniter derzeit den Kampf gegen das Coronavirus auf.  Diese Veranstaltungen wurden im Landkreis Harburg wegen Corona abgesagt Freitag, 28. Januar:  Buchholz, Buchholzer Höfe, 10 bis 17 UhrNeu Wulmstorf, Impfstützpunkt Am Marktplatz 24, 11 bis 18 UhrWinsen, Impfstützpunkt, 10 bis 17 UhrStelle, DRK Ortsverein, 15 bis 18 Uhr Samstag, 29. Januar: Buchholz, Buchholzer Höfe, 9...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Service
Rund 85 bis 90 Prozent der Fragen zu Corona werden direkt bei der Hotline beantwortet
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Corona-Update vom 28. Januar
Große Nachfrage: Corona-Hotline des Landkreises Stade ist ab 31. Januar auch nachmittags besetzt

jd. Stade. Das WOCHENBLATT hatte es im Corona-Update vom gestrigen Donnerstag bereits angekündigt (siehe unten): Der Landkreis Stade wird seine Corona-Hotline (Tel. 04141 – 123456) ab dem kommenden Montag, 31. Januar, auch nachmittags freischalten. Die Hotline wird ab dann nicht nur montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr besetzt sein, sondern zusätzlich auch montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr. „Mit den steigenden Fallzahlen wird das Informationsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger noch...

Panorama
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Corona-Zahlen am 27. Januar im Landkreis Harburg
1.290,2: Sieben-Tage-Inzidenz wieder leicht gestiegen

(lm). Der Landkreis Harburg hat am gestrigen Donnerstag, 27. Januar, 589 neue Corona-Fälle registriert. 3.303 Fälle waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis ist leicht angestiegen und lag bei 1.290,2 (1.263,6 am Vortag). Ebenfalls angestiegen sind die Werte der landesweiten Hospitalisierungsinzidenz (7,3 auf 7,4) und der Intensivbettenbelegung (5,2 Prozent auf 5,4 Prozent). Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind im Landkreis Harburg insgesamt 20.969...

Blaulicht
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Horneburg: 68-Jähriger stirbt an Unfallstelle
Toter nach schwerem Verkehrsunfall

sv/nw. Horneburg. Ein 68-jähriger Fahrer ist am frühen Donnerstagnachmittag bei einem schweren Verkehrsunfall in Horneburg ums Leben gekommen. Gegen 13.30 Uhr war der VW-Tiguan-Fahrer aus Friedrichskoog auf der Landesstraße 124 zwischen Issendorf und Horneburg unterwegs, als er in einer leichten Rechtskurve aus bisher ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam und dort frontal gegen einen Straßenbaum prallte. Durch die Wucht des Aufpralls stürzte der Pkw auf die Beifahrerseite, der...

(os). Die noch bis zum 23. Dezember laufende Ausschreibung durch den Landkreis Harburg zum Betrieb von Flüchtlingsheimen sorgt bei ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern für Entsetzen. Grund ist die geplante Stellenkürzung von Sozialarbeitern. "Diese Planungen gehen komplett an der aktuellen Realität der Geflüchteten und ihren Bedarfen vorbei", erklären Cornelia Meyer und Hannelore Schade vom Netzwerk "Willkommen in Neu Wulmstorf".
Für 21 Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis Harburg ist der Betrieb neu ausgeschrieben, die Verträge für fünf weitere Unterkünfte laufen noch. Laut Ausschreibung soll der Personalschlüssel pro Bewohner für die Sozialarbeiter geändert werden. Vor allem für größere Unterkünfte werde das zu einer Verschlechterung der Betreuung führen, befürchtet Hannelore Schade. Für Unterkünfte ab einer Größe von 91 Bewohnern sind z. B. zwei Heimleiterstellen à 40 Wochenstunden vorgesehen, aber nur noch 0,375 Stellen (=15 Wochenstunden) für das sogenannte "Sozialmanagement". "Wir halten das für deutlich zu wenig, da die Integration der Flüchtlinge ja noch lange nicht abgeschlossen ist", betont Schade. Beide Unterkünfte in Neu Wulmstorf mit jeweils mehr als 100 Plätzen wären betroffen.
Das Netzwerk "Willkommen in Neu Wulmstorf" fordert, die Stunden der Sozialarbeiter nicht zu reduzieren. Nur weil Geflüchtete zum Teil seit drei Jahren oder länger in Deutschland leben, seien sie keinesfalls sämtlich gut integriert und selbstständig, sondern benötigten weiter professionelle Unterstützung, betonen Cornelia Meyer und Hannelore Schade. Das seien vor allem jene Flüchtlinge, die sich seit Jahren im Klageverfahren gegen ihren negativen Bescheid befinden oder die zwar eine Duldung haben, aber nicht arbeiten dürfen.
Laut Ausschreibung sollen die Heimleiter künftig auch Aufgaben der Sozialarbeiter übernehmen. Das Netzwerk "Willkommen in Neu Wulmstorf" bezweifelt, dass Heimleiter das umsetzen können. "Fundierte Informationen zum weit gefächerten und in den letzten Jahren immer weiter ausdifferenzierten und sich stetig verändernden Ausländerrecht oder auch Sozialrecht können sie genauso wenig geben wie psychische Krankheiten erkennen oder professionell deeskalieren", betonen Meyer und Schade. Ihr Fazit: Eine langfristige Integration der Geflüchteten in die deutsche Gesellschaft werde ohne professionelle Betreuung erschwert und schaffe auf Dauer gesellschaftliche Probleme, die vermeidbar wären.
Die SPD-Kreistagsfraktion hat sich des Themas angenommen und einen Fragenkatalog an die Kreisverwaltung geschickt. U. a. wollen die Sozialdemokraten wissen, nach welchen Gesichtspunkten die Betreuungszeiten festgelegt wurden, durch welche Entwicklungen die Reduzierung der Sozialarbeiterstunden begründet sei und welche finanziellen Auswirkungen sich für den Landkreis Harburg ergeben. Hintergrund: Der Landkreis Harburg gab in diesem Jahr für den Betrieb der Flüchtlingsunterkünfte, die Betreuung und andere Kosten rund 23,6 Millionen Euro aus. "Ich finde es schade, wenn das Prozedere der Ausschreibung für Irritationen sorgt", erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Tobias Handtke. Er hätte es besser gefunden, wenn die Kreisverwaltung die Ausschreibung nicht als Akt der laufenden Verwaltung begriffen hätte, sondern die Praktiker der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe in die Vorbereitung integriert hätte. "Hier hat der Verwaltung das Fingerspitzengefühl gefehlt", kritisiert Handtke.
Sozialdezernent Reiner Kaminski informierte im nicht öffentlich tagenden Kreisausschuss über die Ausschreibung. Er versprach, dass der Landkreis für eine ausreichende Betreuung für die Flüchtlinge sorgen wolle. Weitere Details nannte der Landkreis Harburg auf WOCHENBLATT-Nachfrage mit Hinweis auf das laufende Ausschreibungsverfahren nicht.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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