An Boerns Soll in Buchholz
Flüchtlingsunterkunft wird reaktiviert / Platz für 116 Bewohner

Stand drei Jahre leer: die Flüchtlingsunterkunft An Boerns Soll
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  • hochgeladen von Oliver Sander

os. Buchholz. Die seit mehr als drei Jahren leerstehende Flüchtlingsunterkunft An Boerns Soll in Buchholz wird reaktiviert. Man werde die Unterkunft ab Dezember sukzessive belegen, erklärte Reiner Kaminski, Fachbereichsleiter Soziales beim Landkreis Harburg, am Montagabend während einer Informationsveranstaltung im Albert-Einstein-Gymnasium. Rund 70 Bürger kamen, um sich über das weitere Vorgehen zu informieren.
Zunächst werde man 20 bis 25 alleinstehende Männer An Boerns Soll unterbringen, alle würden bereits länger in Deutschland leben und stünden teilweise in Arbeit, sagte Kaminski. In der Flüchtlingsunterkunft gibt es Platz für 116 Personen.
Wie berichtet, hatte der Landkreis Harburg die Unterkunft in der Hochphase der Flüchtlingswelle im Jahr 2015 errichtet. Damals wurden dem Landkreis Harburg rund 180 Flüchtlinge pro Woche zugewiesen. Heute sind es noch zehn. Tatsächlich belegt war die Unterkunft allerdings nur zum Teil über wenige Wochen: 2016 lebten dort 17 Jugendliche, nachdem ein Bewohner eine Turnhalle in Winsen, die in der Kreisstadt als Flüchtlingsunterkunft diente, angezündet hatte. Seitdem sind die Container ungenutzt.
Die Reaktivierung sei vor allem aus finanziellen Gründen beschlossen worden, sagte Kaminski. Hintergrund: Die langjährigen Mietverträge in den Unterkünften Am Langen Sal und an der Bremer Straße enden im kommenden Jahr und sollen nach jetzigem Stand gekündigt werden. Zurzeit gibt es in Buchholz fünf Flüchtlingsunterkünfte mit Platz für 237 Menschen. Belegt sind 199 Plätze. Landkreisweit stehen 51 Unterkünfte mit Platz für 2.251 Flüchtlinge zur Verfügung. Belegt sind 2.052 Plätze.
Einige Bürger äußerten indirekt ihre Angst, dass durch die alleinstehenden Männer in der Flüchtlingsunterkunft die Kinder im benachbarten Schulzentrum gefährdet seien. Dem entgegnete Holger Blenck, Leiter der IGS Buchholz: "Wir sehen den Begegnungen mit den neuen Bewohnern sehr positiv entgegen." Es sei Aufgabe von Schulen, den Kindern christliches und humanistisches Denken beizubringen. Gemeinsam werde man es schaffen, die Flüchtlinge zu integrieren.

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