Friedhof Sprötze: Stadt verspricht bessere Grünpflege

Ärgernis für viele Angehörige: In der Vergangenheit wurden die Rasenflächen auf dem Friedhof in Sprötze nur unzureichend gepflegt
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Stadtrat glaubt nicht an Erfolg: 15 Mitglieder enthalten sich bei Abstimmung zu Rasengräbern

os. Sprötze. Der Zustand des städtischen Friedhofs in Sprötze ist teilweise miserabel. Mehrfach berichteten Angehörige von Verstorbenen, dass die (Rasen-)Gräber nachlässig gepflegt und der Rasen viel zu selten gemäht wurde (das WOCHENBLATT berichtete). Offenbar hat der Buchholzer Stadtrat Zweifel, dass sich die Situation verbessert: Bei der jüngsten Sitzung enthielten sich gleich 15 Ratsmitglieder bei der Abstimmung über die Grabpflege.
Der Ortsrat Sprötze hatte Haushaltsmittel beantragt, um künftig örtliche Grünunternehmen selbst mit der Pflege beauftragen zu können. Daraus wurde nichts: Die Verwaltung betonte, dass der Unterhalt des Friedhofs zum Kernhaushalt und nicht in das Ortsratsbudget gehöre. Der Baubetriebshof hat die Aufgabe, den Rasen des Friedhofs an der Kirchhofstraße zehn Mal pro Jahr zu mähen.
Das ist in der Vergangenheit offenbar nicht geschehen, und die Stadt hat nicht auf die Umsetzung der Vorgaben geachtet. "Wir waren da nicht besonders glücklich und erfolgreich", gab Bürgermeister Wilfried Geiger im Stadtrat zu. Die Grünpflege in Sprötze sei "ein Ärgernis, an dem wir arbeiten". Der Rat setzte mit den vielen Enthaltungen ein Zeichen, dass er nicht an einen Erfolg der Ankündigungen glaubt.
Vor allem die Ratsmitglieder aus Sprötze machten ihrem Ärger Luft. "Sie können sich gar nicht vorstellen, wie verärgert die Bevölkerung ist", erklärte CDU-Ratsherr Peter Noetzel. Er sei es Leid, sich für Vorgänge zu rechtfertigen, die die Stadt zu verantworten habe.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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