Auf ein Wort
Illegal erhobenes Porto als Soforthilfe für Postzusteller

Wegen der Portoerhöhung von 62 auf 70 Cent mussten Briefeschreiber, die Marken auf Vorrat gekauft hatten, Acht-Cent-Marken nachkaufen
  • Wegen der Portoerhöhung von 62 auf 70 Cent mussten Briefeschreiber, die Marken auf Vorrat gekauft hatten, Acht-Cent-Marken nachkaufen
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  • hochgeladen von Bianca Marquardt

Das sind doch mal großartige Neuigkeiten für alle, die noch (analoge) Briefe schreiben: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat jetzt (!) die Erhöhung des Briefportos vor vier Jahren von 62 auf 70 Cent für rechtswidrig erklärt und die Genehmigung der Portoerhöhung durch die Bundesnetzagentur aufgehoben.
Wie viel Gewinn die Deutsche Post wohl mit diesen von 2016 bis 2018 zu Unrecht erhobenen Aufpreisen gemacht hat und wie viele Briefe so ihren überteuerten Weg in deutsche Kästen fanden? Zu Recht hatten sich damals WOCHENBLATT-Leser aufgeregt, dass sie für die Nutzung ihrer auf Vorrat gekauften Briefmarken nun jeweils Acht-Cent-Marken zukaufen mussten.
Doch das Gericht bleibt die Erklärung schuldig, welche Folgen dieses Urteil hat. Können nun alle Briefeschreiber ihr zu viel gezahltes Geld zurückverlangen? Wenn ja, wie soll es nachgewiesen werden? Oder gibt es für Verbraucher nun ein portofreies Briefe-Kontingent, um die persönlichen Verluste auszugleichen? Und was ist mit der Anfang 2019 erfolgten Erhöhung des Portos von 70 auf 80 Cent? Fragen über Fragen.
Die Post hatte bei der satten Portoerhöhung damals damit argumentiert, nur auf diese Weise im Paketbereich konkurrenzfähige Entgelte verlangen zu können. Da hätte ich eine Idee: Soll die Deutsche Post doch ihren Briefträgern den zu viel eingestrichenen Gewinn jetzt auszahlen - sozusagen als Corona-Soforthilfe für das gestiegene Paketaufkommen.
Bianca Marquardt

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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