Krankenhaus-Chef: "Standort für Hubschrauber-Landeplatz ist ohne Alternative"

Planer Thomas Rathje informierte über die Nachnutzung des Zivildienstschul-Geländes
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os. Buchholz. "Für den geplanten Hubschrauber-Landeplatz am Buchholzer Krankenhaus gibt es keinen alternativen Standort." Das stellte Krankenhaus-Geschäftsführer Norbert Böttcher am Mittwoch bei einem Ortstermin und anschließend im Planungsausschuss klar.
Wie berichtet, hatte die Buchholzer FDP im Zuge der Neuplanung des ehemaligen Zivildienstschule-Geländes vorgeschlagen, den Hubschrauber-Landeplatz auf einen Sandparkplatz vor dem Krankenhaus zu verlegen. Vermutlich, um den FDP-Ratsherrn Jürgen Kempf zu schützen, der mitten in der geplanten Einflugschneise wohnt.
Böttcher betonte, dass nur der vorgesehene Platz zwischen Krankenhaus und dem geplanten Neubau des kreiseigenen Altenheims in Frage komme. Er warnte vor weitreichenden Folgen, sollte der Landeplatz nicht umgesetzt werden. Das Buchholzer Krankenhaus verlöre dann seinen Status als Traumazentrum und als berufsgenossenschaftlich anerkanntes Krankenhaus für Arbeitsunfälle. "Die medizinische Versorgung der Buchholzer wäre schlechter", warnte Böttcher. Er gehe von weniger als zehn Flugbewegungen pro Jahr aus. "Verletzte werden auch weiterhin nicht ins Buchholzer Krankenhaus geflogen", beruhigte der Geschäftsführer.
Rund 50 Anwohner, Lokalpolitiker und Mitarbeiter der Verwaltung verschafften sich einen Überblick über die Neuplanung des Zivildienstschul-Areals. Wie berichtet, sollen dort neben dem Altenheim eine Kindertagesstätte sowie vom Bau-Unternehmen Groth rund 50 Wohneinheiten gebaut werden. Weitere Informationsveranstaltungen mit den Planern Thomas Rathje (Elbberg) und Thomas Tradowsky (KFP) sollen folgen.
Umstritten ist die Zufahrt zum Neubaugebiet. Die Planer favorisieren die Hermann-Stöhr-Straße, die FDP regt eine neue Straße über den bestehenden Parkplatz an. Dadurch würden vier Grundstücksbesitzer - darunter Jürgen Kempf - entlastet, aber rund 60 Bewohner des benachbarten Altenheimes belastet.
Der Fachausschuss beschloss einstimmig, die Planung weiterzuführen. Über Details, z.B. zum Hubschrauber-Landeplatz, soll später im Rahmen der Bauleitplanung entschieden werden.

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