Landkreis erzwingt Extrarunde: Das Kreuz mit den Ausgleichsflächen

Im Technologie- und Innovationspark sollen hochinnovative Unternehmen, klassisches Gewerbe und der "Nordheide-Campus" angesiedelt werden
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Buchholz: Verzögerung beim Baustart für den Technologie- und Innovationspark (TIP) der WLH

os. Buchholz. Eigentlich sollten die Erschließungsarbeiten für den Technologie- und Innovationspark (TIP) der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg (WLH) in diesem Frühjahr losgehen. Weil die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises Harburg aber eine von vier Ausgleichsflächen für die Versiegelung im TIP nicht genehmigte, müssen die Pläne nun noch einmal ausgelegt werden. Wie lange sich der Baubeginn für das 19-Millionen-Euro-Projekt dadurch verzögert, steht derzeit noch nicht fest.
Schriftlich war bereits fixiert worden, dass ein in Dibbersen gelegener Nadelwald in einen Mischwald aufgewertet wird. Zunächst hatte die UNB diesem Vorhaben zugestimmt, später aber auf einer stärkeren Aufwertung bestanden, erklärten die Grünplaner jüngst in der Sitzung des Buchholzer Stadtentwicklungsausschusses. Das habe der Grundstückseigentümer nicht gewollt, sodass die Planer sich auf die Suche nach einer Alternativfläche begeben mussten. Diese wurde nun in der Nähe des Brunsbergs gefunden. Dort wird ein rund zehn Hektar großes Waldstück aufgewertet. Ziel soll es sein, dass der Wald so durchforstet wird, dass sich auch Heideflächen dort etablieren können.
Ebenfalls neu in den Plänen ist eine Ausgleichsfläche am Kirchweg in Dibbersen. Dort soll ein bisher als Acker genutztes Areal aufgewertet werden.
Die anderen Ausgleichsflächen, ein Grundstück in Sichtweite zur B75 in Steinbeck sowie ein rund zwei Hektar großes Grundstück am Wildpark Schwarze Berge in Rosengarten-Vahrendorf, bleiben unverändert bestehen. Insgesamt verkleinert sich die Gesamtfläche der Ausgleichsmaßnahmen von 22,2 auf 17,2 Hektar, dafür werden die Areale stärker aufgewertet.
In der Diskussion über den TIP forderte die SPD in einem Ergänzungsantrag Restriktionen für die Freizeitnutzung. Man wolle die Innenstadt nicht schwächen, argumentierte SPD-Ratsfrau Gudrun Eschment-Reichert. Zudem wolle man Lagerflächen im TIP vermeiden sowie verhindern, dass Werbung an den Gebäuden 24 Stunden pro Tag beleuchtet werden darf. Der SPD-Antrag wurde ohne Empfehlung an den Verwaltungsausschuss weitergegeben, der am morgigen Donnerstag, 28. März, tagt. Grünen-Ratsherr Frerk Meyer forderte zudem, dass genügend Flächen für Radwege vorgehalten werden.
WLH-Geschäftsführer Jens Wrede verfolgte die Sitzung in der Rathauskantine. Er erklärte, dass jede Verzögerung in Planungsvorhaben ärgerlich sei, weil sie Zeit und Geld koste. Wrede lobte aber die Diskussion im Fachausschuss: "Mir ist es lieber, dass wir die Planung richtig und in einem Konsens machen und ich hoffe, dass die neue Planung jetzt zum Erfolg führt", sagte Wrede auf WOCHENBLATT-Nachfrage.Die WLH strebe im TIP einen Mix aus Arbeiten und Aufenthaltsqualität an. "Wenn ich wohnortnah arbeiten kann, gewinne ich deutlich an Lebensqualität dazu", betont Wrede. Angesprochen auf die Zahl der Arbeitsplätze, zögerte Wrede mit konkreten Zahlen. Man habe einen Anspruch, eine möglichst intensive Nutzung im TIP zu erreichen. 900 Mitarbeiter seien eine Marke, die man anstrebe. Versprechen könne er diese Zahl aber nicht, betonte Wrede.

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WLH-Geschäftsführer Jens Wrede

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