Versammlungen an mehreren Orten
Landkreis Harburg: 700 Menschen protestieren gegen die Corona-Politik

Menschen ziehen aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen die Straße Peets Hoff in Buchholz entlang
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Service

Zeitnahe Benachrichtigung nicht mehr möglich
Corona: Gesundheitsamt im Kreis Stade kommt nicht mehr hinterher

jd. Stade.  Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade steigen weiter – und das Gesundheitsamt kommt nicht mehr hinterher. Eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung bzw. Benachrichtigung von Personen, die positiv getestet wurden, ist seit dieser Woche nicht mehr möglich. „Wir schieben derzeit rund 1.000 Betroffene vor uns her, die wir nicht mehr – wie bisher üblich – binnen 24 Stunden angerufen haben“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Masse der Infizierten sei einfach zu groß, um alle Fälle innerhalb...

Panorama
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Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen: Begegnung mit niedrigem Risiko"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig...

Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Panorama
Auch während der Rastzeit vollführen die Kraniche ihre imposanten Tänze mit lauten trompetenartigen Rufen
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Vogelbestand im Aufwind
70 Kranich-Paare im Landkreis Stade gezählt

sv/nw. Landkreis Stade. In den 1990er Jahren war der Kranich nur ein sehr seltener Gast im Landkreis Stade. 1996 konnte lediglich ein Brutpaar nachgewiesen werden – inzwischen haben 70 Kranichpaare ihr Revier im Landkreis. Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes: „Dieser große Erfolg ist der Renaturierung und Wiedervernässung in den Naturschutzgebieten Feerner Moor und Hohes Moor sowie in den Kehdinger Mooren zu verdanken.“ Die Zahl der Kraniche nimmt zuWährend der Zugzeit der Kraniche...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

(os/thl/ts/tw). Nach Polizeiangaben waren am vergangenen Montagabend insgesamt rund 700 Personen im Landkreis Harburg unterwegs, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Eine genaue Zahl lasse sich nicht nennen, da die "Spaziergänger", wie sich die Akteure nennen, meist nur in kleinen Gruppen unterwegs waren und ihre Kundgebungen auch nicht angezeigt hatten. "Außer in Hittfeld", betont Polizeisprecher Jan Krüger.

Bei den angemeldeten Gegendemonstrationen, die erstmals in Buchholz und Winsen stattfanden, zählten die Beamten zusammen rund 280 Teilnehmer. Krüger: "Insgesamt verliefen die Veranstaltungen friedlich. Es wurden sechs Personen ausgeschlossen, weil sie sich wiederholt weigerten, eine Maske aufzusetzen." Die Maskenpflicht bei Versammlungen unter freiem Himmel hatte der Landkreis Harburg per Allgemeinverfügung angeordnet.

In Buchholz fand eine angemeldete Kundgebung unter dem Motto "Gemeinsam gegen Wissenschaftsleugnung für Solidarität und Demokratie" statt. Die etwa 150 Teilnehmer bildeten mit Schals eine Reihe am Rathaus und machten mit Plakaten deutlich, dass Impfen Leben rettet. "Wir wollen der schweigenden Mehrheit in der Bevölkerung ein Gesicht geben", erklärte Mit-Initiator Manfred Ellenberger. Auch am kommenden Montag, 17. Januar, soll ab 19 Uhr vor dem Buchholzer Rathaus eine angemeldete Gegenveranstaltung zum "Spaziergang" stattfinden.

Zum Ende der Veranstaltung in Winsen versucht ein Corona-Gegner eine Kerze auf der Rathaustreppe zu platzieren, wird aber von der Polizei daran gehindert
  • Zum Ende der Veranstaltung in Winsen versucht ein Corona-Gegner eine Kerze auf der Rathaustreppe zu platzieren, wird aber von der Polizei daran gehindert
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• In Winsen gab es einen kurzen Tumult, als ein Impfgegner sich unter die Gegendemonstranten mischte und versuchte, eine Kerze auf der Rathaustreppe zu entzünden. Er wurde aber schnell von der Polizei abgedrängt.

In Hittfeld stehen Grablichter vor dem Rathaus: Insgesamt 
versammeln sich etwa 60 Bürger an der Kirchstraße
  • In Hittfeld stehen Grablichter vor dem Rathaus: Insgesamt
    versammeln sich etwa 60 Bürger an der Kirchstraße
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• In Hittfeld kamen rund 60 Menschen vor dem Rathaus (Eingang Kirchstraße) zu einer angemeldeten Versammlung zusammen, um gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu demonstrieren. Sprecher und Sprecherinnen aus dem Kreis der Teilnehmer brachten ihre Ablehnung der Maskenpflicht für Kinder in den Schulen zum Ausdruck und warnten vor den Corona-Impfstoffen. Eine Sprecherin rief dazu auf, den jeweiligen Bundestagsabgeordneten aus den Wahlkreisen zu schreiben. Sie selbst habe sich an die SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler aus Seevetal gewandt. Menschen, die jetzt nicht aufstünden, machten sich mitschuldig, sagte eine andere Sprecherin. Die Kundgebung dauerte 52 Minuten. Zu Beginn und zum Ende der Versammlung sangen die Teilnehmer das Lied "Die Gedanken sind frei". Bis Ende Januar seien weitere Versammlungen jeweils am Montagabend vor dem Rathaus in Hittfeld genehmigt, sagte die Versammlungsleiterin.

Mit Schals - und natürlich Masken - bilden Befürworter der Corona-Politik in Buchholz eine Reihe vor dem Rathaus
  • Mit Schals - und natürlich Masken - bilden Befürworter der Corona-Politik in Buchholz eine Reihe vor dem Rathaus
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• In Buchholz beteiligten sich nach WOCHENBLATT-Schätzungen etwa 260 Menschen an den "Spaziergängen" durch die Innenstadt, darunter die beiden AfD-Ratsmitglieder Marina Graul und Rainer Sekula. Aus den Reihen der Gegner der Corona-Maßnahmen waren Sprüche wie "Oh, wir werden alle sterben, weil wir keine Masken tragen" oder "Dann lasst euch doch weiter piksen" zu hören. Der "Spaziergang" blieb friedlich. Für den einzigen Aufreger sorgte ein offensichtlich verwirrter Mann, der auf dem Rathausplatz herumpöbelte und zwei Polizisten, die sich um ihn kümmerten, übel beleidigte. 

In Tostedt sind ca. 60 Menschen zusammengekommen
  • In Tostedt sind ca. 60 Menschen zusammengekommen
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  • hochgeladen von Tamara Westphal

• In Tostedt sind nach dem Aufruf der Tostedter Bürgermeisterin Nadja Weippert auf dem Töster Platz ca. 60 Menschen zusammengekommen. Unter dem Motto "gemeinsam gegen Wissenschaftsleugnung, für Solidarität und Demokratie" wurde ein Zeichen gegen die "Montagsspaziergänger" gesetzt und auch der an Corona verstorbenen Menschen in der Samtgemeinde Tostedt gedacht. Weitere Veranstaltungen sind in Planung.

Kommentar

Das muss die Demokratie aushalten

In der WOCHENBLATT-Redaktion gab es Diskussionen: Sollen wir über die "Spaziergänge" berichten? Machen wir die Teilnehmer damit nicht wichtiger, als sie tatsächlich sind? Sie vertreten immerhin eine Minderheitenmeinung. Wir haben uns dazu entschieden, zu berichten und die "Spaziergänge" in Hittfeld, Winsen und Buchholz zu begleiten.
Wir sehen es als Aufgabe des WOCHENBLATT an, über alle aktuellen Entwicklungen vor Ort zu berichten. Wir sind eben keine "Mainstream-Presse" und entscheiden selbst, über wen wir schreiben. Dass ich die Ansichten und Ängste der "Spaziergänger" nicht nachvollziehen kann, ist dabei völlig zweitrangig. Die Versammlungsfreiheit ist in Deutschland zu Recht ein hohes Gut, die Demokratie muss und kann (ver-)quere Gedanken aushalten.
Auch die "Spaziergänger" werden in ihrem tiefsten Herzen wissen, dass Deutschland nicht auf dem Weg in die Diktatur ist, wie sie oft propagieren. Ein Blick in autoritäre Staaten wie Kasachstan genügt. Dort würden die "Spaziergänger" im Gefängnis sitzen - oder gar erschossen worden sein. Oliver Sander

"Rundgang durch Buchholz": Mehr Mülleimer, weniger Unrat

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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