Fridays for Future
Niclas Schwab kämpft für das Klima

Niclas Schwab (2. v. li.) und Mitstreiter bei der Klimademo am 20. September in Buchholz
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  • Niclas Schwab (2. v. li.) und Mitstreiter bei der Klimademo am 20. September in Buchholz
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  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

ts. Buchholz. Bei der vergangenen Demonstration der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" im September haben 1.500 Menschen in Buchholz mitgestreikt. Ohne Organisatoren wäre das nicht möglich gewesen. Einer dieser Engagierten ist der 17 Jahre alte Niclas Schwab. Der Schüler der Fachoberschule Wirtschaft an den Berufsbildenden Schulen Cadenberge zählt zu dem harten Kern, der zu dem nächsten Klimastreik am 29. November in der Buchholzer Innenstadt mobilisiert.
Niclas Schwab gehört zu der mittlerweile zweiten Generation der Schülerbewegung "Fridays for Future" Buchholz. Aktivisten der ersten Stunde haben inzwischen den Landkreis Harburg verlassen, um ein Studium aufzunehmen, und die Aufgabe weitergegeben. "Der Klimastreik im vergangenen Frühjahr in Buchholz hat mich inspiriert. Ich wurde gefragt, ob ich als Freiwilliger bei 'Fridays for Future' mitmachen möchte und ich sagte ja", erklärt der 17-Jährige, wie er zu der Aufgabe kam.
Die Schülerbewegung um die Ikone Greta Thunberg aus Schweden ist ein politisches Phänomen, das weltweit begeistert. Bei aller Popularität bleibt Fridays for Future vielen Menschen dennoch ein Rätsel, weil die Initiative nichts mit der Organisation einer politischen Partei gemein hat. "Wir haben flache Hierarchien. 'Fridays for Future' Buchholz arbeitet unabhängig und bekommt keine Anweisungen", erklärt Niclas Schwab.
Etwa zehn Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren bilden zurzeit den engagierten Kern von "Fridays for Future" Buchholz. Sie haben die Demo am 29. November angemeldet, 40 Plakate in Buchholz und Umgebung aufgehängt und mobilisieren über den Onlinedienst Instagram. Die Partei Die Grünen hat ihnen Plakatträger geliehen. Die Initiative "Parents for Future" unterstützt die jungen Streikenden. Sie vermittelt Kontakte, etwa wenn es darum geht, eine Bühne auszuleihen.
Sympathisch, gut informiert und ohne belehrend zu sein, kommt Niclas Schwab daher. Einer, der überzeugen kann. Der 17-Jährige lebt den Klimaschutz: "Ich esse kein Fleisch, trage Secondhand-Kleidung und versuche, Plastikmüll zu vermeiden", sagt er.
In der Frage, ob Schüler während der Unterrichtszeit für den Klimaschutz streiken dürfen, nimmt Niclas Schwab eine klare Haltung ein. "Berufsstände streiken ja auch nicht ausschließlich an Wochenenden oder im Urlaub", sagt er. Wenn Niclas Schwab am 29. November demonstriert, wird er sich beim betroffenem Lehrer höflich abmelden und eine schriftliche Entschuldigung seiner Eltern übergeben. Bei so viel Benehmen können nur Miesepeter "Fridays for Future" böse sein.
Weltweiter Klimastreik am Freitag, 29. November, Demo in Buchholz, 12 bis 14.30 Uhr, Marktplatz (vor dem Emporeteich)

Niclas Schwab (2. v. li.) und Mitstreiter bei der Klimademo am 20. September in Buchholz
Ein Gesicht von Fridays for Future: Niclas Schwab
Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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