Einengung soll wegfallen
Runder Tisch befasste sich mit angespannter Verkehrssituation im Schulzentrum Buenser Weg

Diese Einengung soll aufgehoben werden, der Zebrastreifen aber erhalten bleiben
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os. Buchholz. "Wir haben rund um unser Schulzentrum am Buenser Weg einen verkehrstechnischen Konflikt, den ich für überaus gefährlich halte. Ich möchte nicht erst einen meiner Schüler beerdigen müssen, ehe daran etwas geändert wird!" Mit diesen Worten warnte Hans-Ludwig Hennig, Leiter des Albert-Einstein-Gymnasiums (AEG), im Januar 2018 im WOCHENBLATT vor den möglichen Folgen der prekären Situation rund um den Buenser Weg. Jetzt, gut 15 Monate später, kann man festhalten: Wirklich verbessert haben sich die Verhältnisse gerade zu den Stoßzeiten nicht. Zu viele Autos, u.a. Eltern, die ihre Kinder zum Schulunterricht fahren, treffen auf engem Raum aufeinander. Zudem wird die Situation durch den Suchverkehr verschärft: Rund um das Schulzentrum, zu dem neben dem AEG die IGS, die Förderschule An Boerns Soll und die Grundschule Heideschule gehören, gibt es deutlich zu wenig Parkplätze.
Wie man Verbesserungen herbeiführen kann, darüber diskutierten jüngst bei einem runden Tisch im Buchholzer Rathaus Vertreter der Stadtverwaltung um Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse, die Schulleiter, die Johanniter (sie koordinieren die Behindertentransporte), Vertreter des benachbarten Kindergartens sowie des Landkreises Harburg. "Unter dem Strich ist nicht viel dabei herausgekommen", bilanziert Schulleiter Hennig. Einzige konkrete Maßnahme: Durch den Wegfall der Einengungen entlang des Buenser Weges soll der Verkehrsfluss verbessert werden. Gerade am Zebrastreifen zwischen der Heideschule sowie der IGS und dem AEG kommt es täglich zu Konfliktsituationen. Holger Blenck, Leiter der IGS, hält es für eine gute Idee, sich die Fahrbahnverengungen anzuschauen. "Ich befürchte aber, dass mehr Autos auf dem Buenser Weg unterwegs sein werden, wenn der Verkehrsfluss verbessert wird", erklärt er.
Nicht behoben ist nach Ansicht von Hans-Ludwig Hennig die Parkplatzproblematik. Auch wenn es an der Schaftrift zwölf zusätzliche Parkplätze geben soll, sei das Grundproblem nicht gelöst. Durch Lehrer und Schüler sei der Bedarf an Parkplätzen sehr hoch, die Anzahl des vorhandenen Parkraums gleichzeitig zu niedrig. "Das führt dazu, dass viele Fahrzeuge auf Rasenflächen oder in der Märchensiedlung stehen", erklärt Hennig.
Im Laufe dieses Jahres droht sich die Verkehrs- und Parksituation weiter zu verschärfen. Dann wird ein Großteil der Wohnungen im Neubaugebiet Ole Wisch bezogen sein. Rund 190 Wohneinheiten entstehen dort, nicht alle Autos der Neubürger werden in den Tiefgaragen Platz finden. Offenbar ist vom Landkreis ins Auge gefasst worden, den Parkplatz auf der anderen Seite des Buenser Wegs in der ehemaligen Buskehre auch für Bewohner der Ole Wisch freizugeben. Diese Parkplätze entfallen für Nutzer des Schulzentrums, neue Konflikte sind programmiert. Und diese entstehen just zu dem Zeitpunkt, zu dem sich im neuen Schuljahr am AEG erstmals wieder Schüler des Jahrgangs 13 auf ihr Abitur vorbereiten. Es steht zu befürchten, dass viele der 18- und 19-Jährigen nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen, sondern mit dem eigenen Auto.
Dem Vorschlag von Schulleiter Hennig, an der Buskehre an Boerns Soll Platz für 60 bis 80 Parkplätze zu schaffen, wollte der Landkreis offenbar nicht folgen.

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