Schaftrift: 170 neue Wohneinheiten für Buchholz

So könnte die Bebauung am Schaftrift aussehen
  • So könnte die Bebauung am Schaftrift aussehen
  • Foto: bds Architekten
  • hochgeladen von Oliver Sander

os. Buchholz. Mit großer Mehrheit hat der Buchholzer Planungsausschuss den Weg für den Bebauungsplan „Schaftrift West“ freigemacht. Zwischen Hamburger Straße und Buenser Weg möchte das Buchholzer Unternehmen „terra Real Estate“ in zehn drei- und viergeschossigen Baukörpern mehr als 170 Wohneinheiten errichten.
Man habe den Zuschnitt der Gebäude noch einmal leicht modifziert, erklärte Torsten Wild vom Stadtplanungsbüro Claussen + Seggelke bei der Vorstellung der neuen Pläne. Zudem entfällt im westlichsten Gebäude das zunächst geplante Staffelgeschoss. Vorgesehen ist im Plangebiet eine neue Kindertagesstätte mit drei Betreuungsgruppen. Der Verkehr soll über den Buenser Weg geführt werden. Die Verkehrsplaner rechnen dort mit zehn Prozent mehr Fahrten - derzeit sind es zwischen 2.700 und 3.500 Fahrten pro Tag. Neue Aufplasterungen und eine zusätzliche Querung sollen dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche gefahrlos zum Schulzentrum Buenser Weg gelangen. Für die rund 50 Bäume, die an der Schaftrift gefällt wurden, sind Ausgleichsmaßnahmen im Plangebiet selbst sowie auf einer externen Fläche am Brunsberg vorgesehen.
Zu der Sitzung waren zahlreiche Anwohner der benachbarten Reihenhaussiedlung an der Berliner Straße gekommen. Ihrer Meinung nach ist die Bebauung zu wuchtig. Zudem seien die Auswirkungen des zusätzlichen Verkehrs aus dem Neubaugebiet nicht richtig bedacht worden. Schon jetzt sei die Berliner Straße überlastet, weiteren Verkehr könne sie nicht vertragen. Dieser Meinung schloss sich Ratsherr Heiner Hohls (UWG) an, der sich als einziger Lokalpolitiker bei der Abstimmung enthielt. „Ich halte eine Überplanung der Verkehrsführung für notwendig“, sagte Hohls. Rolf-Peter Kaufhold von der Bauabteilung versprach, ein Verkehrsmonitoring durchzuführen und bei Problemen weitere Maßnahmen zu ergreifen, um den Verkehr zu lenken.
SPD-Ratsfrau Gudrun Eschment-Reichert forderte die Verwaltung auf, mit dem Investor nachzuverhandeln. Sie plädiert für 25 Prozent geförderten Wohnungsbau. Derzeit sind nur 20 Prozent vorgesehen.

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