Kreiselneubau und "Buchholz 2025plus" werden auf den Weg gebracht, erklärt Bürgermeister Röhse
So verändert sich Buchholz

Jan-Hendrik Röhse vor einem vorläufigen Plan 
für das Projekt "Buchholz 2025plus"
  • Jan-Hendrik Röhse vor einem vorläufigen Plan
    für das Projekt "Buchholz 2025plus"
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os. Buchholz. Die Planungen für zwei wichtige Bauprojekte in Buchholz - den Kreiselbau am Nordring und "Buchholz 2025plus" - werden jetzt mit Nachdruck vorangetrieben. Das kündigte Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse jetzt in einem Pressegespräch an.
• Noch vor der Sommerpause soll die Planungsvereinbarung für den Bau des Kreisels an der Hamburger Straße/Ecke Nordring mit dem Landkreis Harburg erfolgen. Wie berichtet, soll der Neubau das unansehnliche Ampelprovisorium ersetzen, das seit mehr als fünf (!) Jahren die Bürger nervt. Im Vorfeld hatten Stadt Buchholz und Landkreis Harburg darüber beraten, ob ein Kreisel oder eine moderne Ampelanlage gebaut werden soll. "Ein Kreisel erschien allen Beteiligten letztlich sinnvoller, auch wenn er teurer ist", erklärt Röhse. Für den Kreisel fallen Bau- und Planungskosten in Höhe von insgesamt rd. 1,31 Millionen Euro an, von denen die Stadt ein Drittel und der Landkreis zwei Drittel tragen. Eine Ampel wäre inklusive Planungskosten mit ca. 840.000 Euro zu Buche geschlagen. Die Planungen selbst werden laut Röhse rund ein Jahr in Anspruch nehmen: "Es wird also noch etwas dauern, ehe man etwas sieht am Nordring. Das ist bedauerlich." Mit dem Kreis soll noch geklärt werden, ob der Kreisel optisch gestaltet werden kann, z.B. wie der Kreisel in Ramelsloh.
• Für das Projekt "Buchholz 2025plus" - den Bau von bis zu 1.500 Wohneinheiten im Osten der Stadt bei gleichzeitigem Bau einer Ostumfahrung - hat die Stadt jetzt den Rahmenplan in Auftrag gegeben. Sie wird von dem Büro Machleidt aus Berlin in Zusammenarbeit mit "sinai - Gesellschaft für Landschaftsarchitekten" und "SHP Ingenieure" umgesetzt, das schon für die Planung des Projekts "Stadtumbau West" verantwortlich zeichnete.
Das weitere Vorgehen werde unter starker Bürgerbeteiligung stattfinden, verspricht Röhse. "Viele haben z.B. Angst, dass auf einen Schlag ein riesiges Wohnquartier geschaffen wird", sagt der Bürgermeister. Tatsächlich solle das rund 50 Hektar große Plangebiet, von dem etwa die Hälfte in städtischem Besitz ist, nach und nach und mit Bedacht entwickelt werden. "Wir haben dort so viele Möglichkeiten, zukunftsorientiert zu planen und zu bauen. Ich finde das Projekt total spannend. Hoffentlich können wir bei der Planung diese Spannung auf die Bevölkerung übertragen", erklärt Röhse. Er hofft, dass im Osten der Stadt eine "Smart City" entsteht - also die Verbindung von Wohnen und Arbeit, die Umsetzung alternativer Wohn- und Verkehrskonzepte und die Schaffung vieler Freiräume. Als Beispiel für eine gelungene Umsetzung eines solchen Konzepts nennt Röhse die Umgestaltung eines ehemaligen Fliegerhorsts in Oldenburg.
Eines sei für ihn nach wie vor völlig klar: Die Entwicklung der Flächen im Osten sei ohne eine "wie auch immer geartete" Umfahrungsstraße nicht möglich. "Das eine kann ohne das andere nicht funktionieren", betont Röhse. Die neue Planung werde sich deutlich von dem alten Ostring abheben, dessen Planfeststellung vom Gericht kassiert worden war (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach), verspricht das Stadtoberhaupt. So wolle man im letzten Drittel der als Vorrangsvariante zu untersuchenden Strecke nördlich der Bahnstrecke Bremen-Hamburg durch engere Radien weniger Fläche in Anspruch nehmen.
Klar sei auch, dass die Straße "nicht günstig sein" werde. Der Vorteil im Vergleich zum gerade ausgesetzten Neubau des Mühlentunnels sei allerdings, dass die Baukosten nicht vorgestreckt werden müssten. Röhse rechnet damit, dass nach Gewährung von öffentlichen Fördermitteln bei einer Bauzeit von drei bis fünf Jahren rund 20 Prozent der Baukosten bei der Stadt Buchholz verbleiben würden.
Jan-Hendrik Röhse ist optimistisch, dass das Projekt "Buchholz 2025plus" bei vielen Bürgern auf Akzeptanz stoßen wird. Eines will er auf jeden Fall verhindern: "Ich hoffe, dass damit das Thema Ostring oder Ostumfahrung ein für alle Mal vom Tisch ist. Ich möchte nicht noch einen Wahlkampf mit dem Thema erleben." Zur Erinnerung: Die nächste Kommunalwahl findet im Jahr 2021 statt.

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