"Stadtentwicklung ist kein Reparaturbetrieb"

Gudrun Eschment-Reichert (SPD): "Der Werbe-Pylon konterkariert Entwicklungsmöglichkeiten für Dibbersen"
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Dibbersens Ortsbürgermeisterin Gudrun Eschment-Reichert äußert sich zum Werbe-Pylon

os. Buchholz. In der Diskussion um den Werbe-Pylon in Dibbersen meldet sich jetzt Ortsbürgermeisterin Gudrun Eschment-Reichert (SPD) zu Wort. Wie berichtet, hatten Mitglieder der Werbegemeinschaft Dibbersen jüngst mit einer Hebebühne die Auswirkungen einer rund 30 Meter hohen Werbeanlage simuliert, mit der sie die Folgen der neuen Umgehungsstraße "B75 neu" abmildern wollen.
Allen Gewerbetreibenden mit Ausnahme des Hotels "Frommann" habe die Standortproblematik in Dibbersen klar sein müssen, erklärt Eschment-Reichert. Wer sich vor dem Hintergrund von bereits seit den 1970er Jahren laufenden Diskussionen über das Für und Wider einer Umgehungsstraße für einen Standort entscheide, trage auch die Verantwortung und das Risiko. "Nun Forderungen an Politik und Verwaltung zu stellen, ist der falsche Weg, denn Stadtentwicklung ist kein Reparaturbetrieb für unternehmerische Entscheidungen", kritisiert die SPD-Politikerin.
Der Werbe-Pylon konterkariere alle Planungen, nach dem Rückbau der alten B75 die Ortschaft Dibbersen zu entwickeln. Nicht nur Gewerbetreibende hätten ein Anrecht auf ein angemessenes Umfeld, sondern auch die Bürger in Dibbersen. Diese hätten lang genug Verkehrslärm, Kiesabbau, eine Hausmülldeponie ertragen. Von dem Werbe-Pylon würden die Bürger erneut betroffen, da er Tag und Nacht zu sehen sei.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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