Tempo 30 vor dem Krankenhaus
Verwirrende Verkehrsregelung in Buchholz

Die Geschwindigkeitsbegrenzung an der Steinbecker Straße wird angezeigt ...
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os. Buchholz. Mit der Einführung einer Tempo-30-Regelung an der Steinbecker Straße vor dem Buchholzer Krankenhaus wollten die Stadtverwaltung und die Buchholzer Politik eigentlich für mehr Sicherheit und einen geordneten Verkehr sorgen. Das Gegenteil ist der Fall: Durch die jetzige Regelung muss der Autofahrer selbst einschätzen, wann Tempo 30 endet und er wieder auf 50 km/h beschleunigen kann.
Wie berichtet, sollen in einem seit 2017 laufenden Modellprojekt, das das Land Niedersachsen mit rd. 700.000 Euro fördert, Daten über die Auswirkungen von Tempo 30 innerorts auf Lärm, Luft, Sicherheit und Verkehrsfluss gesammelt werden. Seitdem ist es einfacher, Tempo-30-Regelungen vor allem vor Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen, aber auch vor Krankenhäusern, einzurichten. Der Buchholzer Verwaltungsausschuss hatte mit großer Mehrheit beschlossen, Tempo-30-Regelungen am Krankenhaus sowie an der Soltauer Straße vor der dortigen Seniorenresidenz einzurichten.
An der Steinbecker Straße wirft die Regelung Fragen auf. Aus Richtung Innenstadt kommend, weist ein Schild auf Tempo 30 hin - versehen mit einem Extraschild, das das Tempolimit auf eine Strecke von 250 Metern beschränkt. In Richtung Innenstadt betrifft die Tempo-30-Regelung eine Strecke von 300 Metern. Das Problem: Es wird nicht angezeigt, wann die Tempo-30-Regelung endet. Das haben Bürger bereits bei der Straßenverkehrsbehörde bemängelt, und zur Antwort bekommen, dass die Straßenverkehrsordnung eine Aufhebung nicht vorsehe.
"Die Autofahrer müssen selbst abschätzen, wann die 250 bzw. 300 Meter vorbei sind", erklärt Stadtsprecher Heinrich Helms auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Stadtauswärts gelte die Tempobeschränkung an der Steinbecker Straße von der Einmündung zum Dibberser Mühlenweg vorbei am Krankenhaus bis zur Einmündung des Hopfenbergs, stadteinwärts entsprechend vom Hopfenberg bis zum Dibberser Mühlenweg. Man werde sich bei anderen Gemeinden noch einmal erkundigen, wie sie Tempo-30-Regelungen handhaben, kündigt Helms an.

Auf ein Wort

An den Nutzer denken

Die Buchholzer Verkehrsbehörde ist bekannt dafür, Paragraphen Buchstabe für Buchstabe umzusetzen. An der Steinbecker Straße tut sie gut daran, eine Regelung zu finden, die für die Verkehrsteilnehmer nachvollziehbar ist, anstatt Autofahrer die Entfernung raten zu lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nach der Straßenverkehrsordnung nicht möglich sein soll, die Tempo-30-Regelung mit einem weiteren Schild aufzuheben und stattdessen die Extraschilder mit der Streckenlänge zu entfernen. Wenn das partout nicht möglich ist, wäre ein Brief an das Verkehrsministerium fällig, dass die Regelung nicht anwenderfreundlich ist.
Ganz abgesehen davon sollte die Verwaltung in Kooperation mit der Polizei regelmäßig an der Steinbecker Straße Blitzer aufstellen: Die meisten Autofahrer ignorieren die Tempo-30-Regelung - völlig unabhängig von der Streckenlänge. Oliver Sander 

Die Geschwindigkeitsbegrenzung an der Steinbecker Straße wird angezeigt ...
... dann aber nicht aufgehoben
Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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