Von der Landflucht weitgehend verschont

Neubaugebiete wie dieses am Kattenberge sorgen dafür, dass die Bevölkerungszahl in Buchholz anstieg
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Studie zu Bevölkerungsentwicklung: Im Landkreis Harburg schrumpfen nur Rosengarten und Seevetal

(os). Verödete Dörfer mit zunehmend älterer Bevölkerung in der Provinz und quirlige Großstädte mit jungen Menschen in den Ballungsräumen - die Unterschiede zwischen Stadt und Land vergrößern sich. Das geht aus einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn hervor. Die Wissenschaftler werteten dafür die Bevölkerungsdaten der Jahre 2008 bis 2013 aus und prognostizierten die Entwicklung bis 2035. Während die Bevölkerung in den Großstädten um 2,8 Prozent wuchs, ging die Zahl in vielen mittelgroßen und kleinen Städten zurück. Im Landkreis Harburg trifft der Trend zur Landflucht allerdings nur bedingt zu.
Laut Studie ist der Anteil der schrumpfenden Kommunen bei den Städten zwischen 20.000 und 100.000 Einwohnern groß. Für Buchholz gilt das nicht: Die Nordheidestadt profitiert nach wie vor von der Nähe zu Hamburg. Buchholz legte nach der Studie zwischen 2008 und 2013 um 3,76 Prozent auf rund 38.000 Einwohner zu. Die Tendenz hält an: Durch Ausweisung neuer Wohnbaugebiete, u.a. Am Schaftrift und an der Bremer Straße (das WOCHENBLATT berichtete), wird sich Buchholz in Richtung der 40.000-Einwohner-Marke bewegen. Winsen legte bis 2013 um 3,3 Prozent auf rund 33.500 Einwohner zu und erhält laut Studie sogar den Status "stark wachsend".
Dieses Prädikat erhalten auch die Samtgemeinden Elbmarsch, Hanstedt, Hollenstedt und Jesteburg sowie die Gemeinde Neu Wulmstorf. Eine wachsende Bevölkerungszahl sagt das BBSR für Tostedt, Stelle und Salzhausen voraus.
Die Gemeinde Rosengarten und die größte Flächengemeinde Deutschlands, Seevetal, werden laut Studie ihre Einwohnerzahlen (etwas mehr als 13.000 in Rosengarten, ca. 40.000 in Seevetal) nicht halten können.
Laut der Bevölkerungsprognose des BBSR wird die Einwohnerzahl in Deutschland bis 2035 leicht auf 78,2 Mio. Menschen sinken und gleichzeitig die Alterung der Bevölkerung weiter fortschreiten. BBSR-Direktor Harald Herrmann erklärt: "Um die Bevölkerungszahl langfristig konstant zu halten, müsste Deutschland jedes Jahr Wanderungsgewinne von ca. 400.000 Personen erzielen. Bevölkerungswachstum wird ohne Zuwanderung über einen längeren Zeitraum nicht möglich sein."

Die BBSR-Studie ist unter www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Home/Topthemen/wachsend_schrumpfend.html abrufbar.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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