Diskussion nach Baumfällung
Was ist in Buchholz ortsbildprägend?

Laut Gutachten krank: Diese alte Kiefer wurde 
jüngst in Buchholz gefällt
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os. Buchholz. Wann ist ein Baum ortsbildprägend? Diese Frage wird in Buchholz immer dann diskutiert, wenn ein besonders alter oder besonderer Baum gefällt wird, der nach der Meinung vieler Bürger eigentlich geschützt werden müsste. So wie die markante Kiefer, die jüngst in der Straße "Im Winkel" entfernt wurde - sehr zum Unwillen von Grünen-Politikerin und BUND-Aktivistin Elisabeth Bischoff.
"Bei dem Baum handelte es sich um eine Kiefer, die in dieser Gegend beheimatet war, als es hier noch Heide gab", erklärt Bischoff. Er sei eine Erinnerung an die Vegetationsform von früher gewesen und damit sehr wohl ortsbildprägend gewesen. Zudem sei der Baum ein wichtiger CO₂-Speicher gewesen und habe als Lebensraum für zahlreiche Vögel und Insekten gedient. "Ich habe das Gefühl, als wenn in der Verwaltung aufgrund eines diffusen Sicherheitsbedürfnisses viel mehr zu Ungunsten von Bäumen entschieden wird", kritisiert Elisabeth Bischoff.
Warum wurde die Kiefer gefällt, obwohl es in Buchholz eine Baumschutzsatzung gibt, die gleichermaßen für Laub- und Nadelbäume gilt? Das WOCHENBLATT hat bei der Buchholzer Stadtverwaltung nachgefragt. "Wir nehmen den Baumschutz sehr ernst, allerdings gab es bei der Kiefer eine massive Schädigung", erklärt Stadtsprecher Heinrich Helms. "Das wurde durch ein Gutachten eines Försters bestätigt." Da laut Gutachten zunehmender Astbruch zu erwarten gewesen sei, habe man dem Grundstückseigentümer eine Fällgenehmigung erteilt.
Die Baumschutzsatzung bei Nadelbäumen greife z. B. bei Tannen ab einem Umfang von 1,50 Metern in einer Höhe von 80 Zentimetern. Ein Baum sei dann ortsbildprägend, wenn er frei stehend sei und "etwas hermacht", so Helms. Es sei immer auch eine Ermessensentscheidung, ob ein Baum gefällt werden darf oder ob z. B. versucht werden soll, einen kranken Baum zu retten.

Laut Gutachten krank: Diese alte Kiefer wurde 
jüngst in Buchholz gefällt
Elisabeth Bischoff (BUND): "Es wird oft zu Ungunsten der Bäume entschieden"

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