Wegen Corona: FDP richtet Anfrage an Landrat.
Wegen Corona: Muss der Landkreis Harburg Defizit des HVV ausgleichen?

(mum). Der Landkreis Harburg ist Partner des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) zum Betreiben des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis Harburg. Seit Beginn der Corona-Pandemie Mitte März hat es im öffentlichen Leben zu manchen grundlegenden Einschränkungen geführt. "Die Nutzung des Angebotes im Personennahverkehr wurde wesentlich schlechter und alle Angebote wurden weniger frequentiert. Dieser Zustand scheint sich bis heute nur teilweise verbessert zu haben", sagt Arno Reglitzky (FDP). Öffentlichen Berichten sei zu entnehmen gewesen, dass 80 bis 90 Prozent weniger Fahrgäste die Nahverkehrseinrichtungen in Anspruch genommen haben als vor der Pandemie. Die Fraktion der FDP im Kreistag möchte von der Verwaltung daher wissen, wie viel Einnahmen für die nicht in Anspruch genommene Nutzung der Busse weggebrochen sind. Reglitzky, Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion, fragt außerdem, ob die geringeren Einnahmen auf die Besteller der Verkehre oder die Vertragspartner umgelegt werden können. "Muss der Landkreis an den ÖPNV Finanzmittel erstatten, weil der HVV in der Krisenzeit weniger wirtschaftlich arbeiten konnte? Werden Gemeinden im Kreis, die direkt vom HVV versorgt werden, an diesen zu erwartenden hohen Kosten beteiligt?"
Die FDP hat jetzt diese und weitere Fragen in der Sache als Anfrage an den Landkreis gerichtet. "In der zu erwartenden Haushaltslage ist uns wichtig, frühzeitig zu wissen, ob ein möglicher ÖPNV-Zusatzbedarf an Liquidität besteht und ob an den HVV Erstattungen erfolgen müssen, um auch dort das entstandene Defizit auszugleichen", so Reglitzky.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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