Wehe, wenn die Wildsau wühlt

Auf seiner umgepflügten Pferdeweide: Joachim Geiger will den Schaden nicht allein bezahlen
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Blaulicht
Das Amts- und Landgericht in Stade

Corona-Hilfe abgezockt
Stader ergattert 50.000 Euro durch Soforthilfe-Programme

wei. Stade. Der 40-jährige Hauptangeklagte G. und sein 51-jähriger mutmaßlicher Komplize K. standen am Montag vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stade. In Handschellen wurde G. in den Saal geführt. K. ist dagegen auf freiem Fuß und kam verspätet mit der Bahn an. Dem Hauptangeklagten wird vorgeworfen, durch Betrug einen fünfstelligen Betrag aus den Corona-Soforthilfe-Programmen erhalten zu haben. Dazu machte er bewusst falsche Angaben. K. stellte dafür seine Ausweisbilder zur...

Panorama

Traurige Nachrichten aus dem Landkreis Harburg
Corona: Fünf Tote an einem Tag!

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Blaulicht
Das Jugendzentrum Tostedt war zwischen Dezember 2015 und September 2016 Schauplatz der mutmaßlichen Übergriffe

Sexuelle Belästigung und Vergewaltigung
Abgründe im Tostedter Jugendzentrum

bim. Tostedt. Der Tatvorwurf liest sich laut Aktenlage recht "nüchtern": sexuelle Nötigung und Vergewaltigung zwischen Dezember 2015 und September 2016. Doch die jetzige Verhandlung am Amtsgericht Tostedt offenbarte Abgründe im Tostedter Jugendzentrum (JUZ) - egal, was sich damals wirklich zugetragen hat. Ein ehemaliger JUZ-Leiter (40) soll eine pädagogische Kraft (46) bei zwei Gelegenheiten gewaltsam an die Wand gedrückt, sie an Brust und Scheide angefasst und vor ihr onaniert haben und ein...

Bei Wildschäden schnell handeln, sonst kann es teuer werden: Fristen sind den meisten nicht bekannt / Rentner droht auf Schaden sitzen zu bleiben

(os). Joachim Geiger (84) dachte, er macht alles richtig: Nachdem er entdeckt hatte, dass sein rund ein Hektar großes, gepachtetes Areal in Buchholz, das er für die Pferdehaltung nutzt, mehrfach von einer Wildschweinrotte heimgesucht und dabei großflächig umgepflügt worden war, wandte er sich an den für die Fläche zuständigen Jagdpächter und zeigte den Schaden an - zunächst telefonisch und dann noch einmal schriftlich. Erst nachdem dieser einige Tage später die Schadensregulierung abgelehnt hatte, meldete Geiger den Schaden bei der Stadt - und fiel aus allen Wolken: „Der zuständige Mitarbeiter der Stadt sagte mir, dass ich die Fristen verpasst habe und deshalb die Schadensmeldung nicht bearbeitet würde“, berichtet Geiger. Der Rentner will jetzt um die Regulierung des Schadens kämpfen und warnt alle Betroffenen, die im Bundesjagdgesetz festgeschriebenen Fristen (s. Infokasten) einzuhalten. „Ich kannte die Frist nicht und ich bin mir sicher, dass es den allermeisten so geht“, erklärt Geiger.
Seit vielen Jahren hat Joachim Geiger das Areal hinter seinem Wohnhaus gepachtet, um dort Pferde zu halten. In den Vorjahren wurde die Fläche ebenfalls von Wildschweinen heimgesucht, so schlimm wie in diesem Jahr seien die Schäden aber bei Weitem nicht gewesen. Die Aussage des für die Fläche zuständigen Jagdpächters, die Rasenfläche werde ohne weitere Maßnahmen zuwachsen, will Geiger nicht akzeptieren. Er erwägt, auf eigene Kosten einen Gutachter hinzuzuziehen und den Schaden dann noch einmal geltend zu machen. Ob das Erfolg hat, ist ungewiss.
Wie ist das Vorgehen, wenn man einen Wildschaden auf einem Grundstück feststellt? Das WOCHENBLATT fragte bei Norbert Leben, Kreisjägermeister des Landkreises Harburg, nach. „Es gibt bundesweit das sogenannte Vorverfahren, in dem sich der Revierinhaber und der Geschädigte auf eine Schadensregulierung einigen“, sagt Leben. Wenn sich die beiden nicht einigen, könne man den Wildschaden offiziell beim Ordnungsamt der jeweiligen Kommune anmelden. Das muss nach Angaben von Heinrich Helms, Pressesprecher der Stadt Buchholz, innerhalb einer Woche geschehen. Der Geschädigte müsse dabei glaubhaft versichern, dass er eine gütliche Einigung mit dem Jagdpächter angestrebt hat. Nach der offiziellen Meldung des Schadens erfolgt in der Regel ein Ortstermin mit den Beteiligten und einem Gutachter, der den Schaden ermittelt und in einer sogenannten Einigungsniederschrift festhält. Dieser Vorgang ist gebührenpflichtig. Wichtig: Die Schadensregulierung gilt nur für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen. Schäden auf privaten Grundstücken können über §34 nicht geltend gemacht werden.
Für Joachim Geiger kommen diese Informationen wahrscheinlich zu spät. Er will sich künftig nicht mehr auf mündliche Zusagen verlassen, sondern stattdessen Schadensmeldungen nur noch schriftlich verfassen. 

§34: Geltendmachung des Schadens

(os). Die Geltendmachung eines Wildschadens ist im Paragraphen 34 des Bundesjagdgesetzes geregelt. Er lautet: „Der Anspruch auf Ersatz von Wild- oder Jagdschaden erlischt, wenn der Berechtigte den Schadensfall nicht binnen einer Woche, nachdem er von dem Schaden Kenntnis erhalten hat oder bei Beobachtung gehöriger Sorgfalt erhalten hätte, bei der für das beschädigte Grundstück zuständigen Behörde anmeldet. Bei Schaden an forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken genügt es, wenn er zweimal im Jahr, jeweils bis zum 1. Mai oder 1. Oktober, bei der zuständigen Behörde angemeldet wird. Die Anmeldung soll die als ersatzpflichtig in Anspruch genommene Person bezeichnen. Quelle: Bundesjustizministerium

Auf seiner umgepflügten Pferdeweide: Joachim Geiger will den Schaden nicht allein bezahlen
Wildschweine sind im Wald willkommen, auf Privatgrundstücken sind sie nicht gern gesehen
Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

Service

Maskenpflicht!!! Inzidenzwert liegt am 27.11. bei 71,4
Landkreis Stade: 1.000er-Marke bei Corona-Infizierten überschritten

jd. Stade. Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten im Landkreis Stade hat am Freitag, 27. November, die 1.000er-Marke überschritten. Seit Beginn der Pandemie sind kreisweit bisher 1.007 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit kommt laut der offiziellen Statistik auf etwas mehr als 200 Landkreis-Bewohner ein Corona-Infizierter. Die Dunkelziffer der Corona-Infizierten dürfte um einiges höher liegen, da viele Fälle gar nicht erkannt werden. Mit dem Verhältnis von 200 zu 1...

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Landkreis Stade hält Corona-Zahlen unter Verschluss

MEINUNGSARTIKEL:  Wer sich auf der Homepage des Landkreises Stade zum Thema Coronavirus informieren will, fand dort bislang die tagesaktuellen Zahlen zum Infektionsgeschehen. Seit Anfang dieser Woche ist das anders: Unter der Überschrift "Aktuelle Lage im Landkreis Stade" steht dort - abgesehen vom Inzidenzwert - das pure Nichts. Doch warum stellt der Landkreis keine eigenen Corona-Daten mehr online und auch nicht der Presse zur Verfügung? Grund soll das Wirrwarr um die Statistik sein:...

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Marie Bremer mit dem angeschossenen "Addi", der 
wahrscheinlich sein linkes Auge verlieren wird

Vorfall in Regesbostel
Wer schoss auf Jack-Russell-Terrier "Addi"?

bim. Regesbostel. Wie gestört muss jemand sein, der so etwas macht? Jack-Russell-Terrier "Addi" wurde am Freitag der Vorwoche (20. November) auf dem umzäunten Grundstück seiner Halter Marie und Norman Bremer in Regesbostel (Samtgemeinde Hollenstedt) ins Auge geschossen. Der zweijährige Rüde spielte gerade mit seiner Jack-Russell-Freundin "Motte" (4) fröhlich im Garten. Die junge Familie ist total geschockt und bangt jetzt um das Augenlicht ihres Lieblings. Für Hinweise, die zur Ergreifung des...

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(sv). Endlich ist es wieder so weit: Am Sonntag, 29. November, ist der erste Advent. In den Innenstädten werden die Weihnachtsbäume aufgestellt, die Schaufenster geschmückt und zahlreiche Anwohner lassen Haus, Garten oder Balkon im Schein der Lichterketten erstrahlen. In diesem Jahr wird es leider für viele Menschen Corona-bedingt schwierig, die Besinnlichkeit in der Adventszeit und die Vorfreude auf Weihnachten mit anderen zu teilen. Um dennoch für ein wenig gemeinschaftliche...

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