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Blaulicht

Acht Täter überfallen Familie
Bewaffnete Bande auf der Flucht

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  • Stade
  • 18.01.21

Bald gilt die Anleinpflicht

Sprecher der Kreisjägerschaft im Landkreis Harburg: Heribert Strauch
  • Sprecher der Kreisjägerschaft im Landkreis Harburg: Heribert Strauch
  • Foto: bim
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim/nw. Landkreis. Wenn dieser Tage die Natur zu neuem Leben erwacht, beginnt für viele heimische Wildtiere die Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit. Damit Reh, Hase, Fasan und Co. und ihre Jungtiere nicht gefährdet werden, gilt vom 1. April bis einschließlich 15. Juli eine Anleinpflicht für alle Hunde.
Egal, ob gefiedert oder behaart, viele Wildtiere ziehen ihren Nachwuchs am Boden oder in Bodennähe auf. "Freilaufende Hunde stellen in dieser Zeit eine große Gefahr für das Wild dar, insbesondere für tragende Muttertiere und ihren Nachwuchs wie Rehkitze, Jung-Hasen, Kaninchen sowie für Bodenbrüter wie Fasan, Rebhuhn, Kibitz, Feldlerche und ihre Gelege", so Heribert Strauch, Sprecher der Kreisjägerschaft im Landkreis Harburg.
Die Jäger sind es, die die getöteten Tiere abholen und entsorgen müssen. Bei Verdacht auf Wilderei hat ein Jäger auch das Recht, die Personalien des Hundehalters aufzunehmen. Allein seit Dezember vergangenen Jahres wurden im Landkreis Harburg ca. 20 gerissene Rehe aufgefunden bzw. Hunde dabei beobachtet, wie diese Rehe gerissen haben.
Viele Hundebesitzer trauen ihren Lieblingen nicht zu, dass sie einem Wildtier hinterher jagen oder es gar reißen. Das zu glauben, sei naiv und falsch, denn alle Hunde seien von Natur aus Jäger, so Strauch. Die Jäger bitten auch Spaziergänger und Naturfreunde darum, uneinsichtige Hundehalter freundlich auf die Anleinpflicht im Wald und in der freien Landschaft hinzuweisen.
"Wer seinen Hund liebt, der kann doch nicht wollen, dass ein anderes Tier leidet", so Strauch. Wenn der Halter nicht jederzeit in der Lage sei, auf seinen Vierbeiner einzuwirken, könne der Hund ja auch an einer langen Leine geführt werden.
Unbelehrbare Hundebesitzer müssen mit drastischen Konsequenzen rechnen - mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro oder im Extremfall mit dem Abschuss eines wildernden Hundes.
Ausgenommen von der Anleinpflicht sind u.a. Hunde zur rechtmäßigen Jagdausübung, Rettungs-, Hüte- und Blindenhunde sowie Bundesgrenzschutz- und Polizei-Hunde.
• Kostenlose Auslaufflächen für Hunde bieten übrigens Christel und Freddy Job auf dem Gelände ihres Tierhotels in Buchholz-Dibbersen an. Außerdem gibt es eine Freilauffläche im Gewerbegebiet Oelstorf in der Samtgemeinde Salzhausen.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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