Ernährungstipp: Rückkehr der "Germanenwurzel"

Diplom-Oecotrophologin (FH) Karin Maring
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(nw/tw). Karin Maring, Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf/ Landkreis Harburg), gibt in lockerer Reihenfolge für WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp - Pastinaken: Die Römer genossen die "Germanenwurzel" als ideales Grundnahrungsmittel, weil sie gut lagerfähig und nahrhaft war. Im 14. Jahrhundert wurde deren Saft aufgrund der antibakteriell wirkenden ätherischen Öle als Heilmittel gegen Pest genutzt. Dieses erklärt den Namen "Pestnacke". Die Pflanze im 20. Jahrhundert fast vollständig von der Kartoffel verdrängt worden. Die Wiederentdeckung alter Gemüsesorten hat der heutigen "Pastinake" zu neuem Ruhm verholfen. Selbst Sterneköche verwenden sie gerne für ihre Speisen in der kalten Jahreszeit.
Die hellen, kegelförmigen Pastinaken-Wurzeln sind vermutlich eine Kreuzung aus Petersilienwurzel und Karotte. Sie werden durch Frosteinwirkung süß und aromatisch. Damit sind sie ein perfektes Wintergemüse. Kleine Wurzeln sind fest, nussig und schmackhaft. Sie eignen sich- ähnlich wie Möhren- roh als Salatzutat oder zum Dünsten. Der Kalium- und Vitamin C-Gehalt ist etwas höher als bei den farbintensiven Verwandten.
Rezept-Tipp: 1 gewürfelte Zwiebel in Butter oder Öl andünsten, 250 g geschälte, gewürfelte Pastinaken zugeben, 1 Tasse Sahne angießen, salzen und im geschlossenen Topf etwa 10 Min. garen. Das weiche Gemüse pürieren, mit Muskat, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken und zu gebratenem Forellenfilet servieren.

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