Ran an die Karten, Würfel & Spielbretter
Familienzeit zum Spielen nutzen

Die gemeinsame Zeit während der Coronakrise lässt sich gut für Brett- oder Kartenspiele nutzen
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  • Die gemeinsame Zeit während der Coronakrise lässt sich gut für Brett- oder Kartenspiele nutzen
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Gesellschaftsspiele sind ein guter Zeitvertreib / So spielen Sie Doppelkopf
(os). Wegen des Coronavirus ist es ratsam, soziale Kontakte weitgehend zu vermeiden und daheim zu bleiben. Doch wie soll man sich die Zeit vertreiben, ohne dass einem die Decke auf den Kopf fällt?
Für Freunde von Gesellschaftsspielen ist das Mehr an Zeit in den eigenen vier Wänden eine gute Gelegenheit, mit der eigenen Familie intensiver zu spielen. Warum nicht mal wieder ältere, zeitintensive Spiele auf den Tisch bringen wie Agricola (Lookout Games), Kingsburg (Stratelibri/Heidelberger Spieleverlag), Schatten über Camelot (Days of Wonder) oder Village (eggertspiele/Pegasus)?
Natürlich bietet es sich auch an, Spielkarten wieder aus dem Schrank zu holen. Ein Kartenspiel, das z. B. relativ einfach zu lernen ist, ist Doppelkopf.
Das Blatt
Gespielt wird Doppelkopf mit 48 Karten, also einem doppeltem 24er-Kartenspiel mit jeweils zwei Karten von der Neun bis zum Ass in den Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo. Die Asse zählen elf Punkte, die Zehnen zehn, die Könige vier, die Damen drei, die Buben zwei und die Neunen null Punkte. Bei einer normalen Partie sind die beiden Herz- Zehnen die höchsten Trümpfe, dann folgen die Damen (in der Reihenfolge Kreuz, Pik, Herz und Karo), die Buben und alle Karokarten (in der Reihenfolge Ass, Zehn, König, Neun).
Die Regeln
Doppelkopf wird zu viert gespielt, jeder Akteur erhält verdeckt zwölf Karten. Im Normalspiel bilden sich Zweierteams, wobei zu Beginn des Spiels niemand weiß, mit wem er zusammenspielt. Das müssen die Akteure im Laufe des Spiels herausfinden. Es gilt: Die beiden Spieler mit den Kreuz-Damen bilden ein Team, die Akteure ohne Kreuz-Damen das andere Tandem. Gemeinsames Ziel ist es, zusammen auf mindestens 121 Punkte zu kommen (Zählweise s. o.).
Der Spieler hinter dem Geber kommt heraus, legt also eine Karte auf den Tisch. Die anderen Spieler spielen der Reihe nach ebenfalls eine Karte. Dabei müssen sie die Farbe bedienen, die zuerst angespielt wurde. Hat ein Akteur keine Karte in dieser Farbe auf der Hand, darf er jede beliebige Karte ausspielen - entweder eine andere Farbe oder eine Trumpfkarte. Beispiel: Wurde ein Herz-König ausgespielt und ein Spieler kann nicht bedienen, kann er ein Kreuz-Ass darauflegen. Damit bleibt der Herz König die höchste Karte. Wird eine Karo-Zehn gespielt - also ein Trumpf -, ist dieser höher als der Herz-König.
Wenn alle vier Akteure eine Karte gelegt haben (ein sogenannter Stich), gewinnt derjenige, der die stärkste Karte ausgespielt hat. Dieser Akteur darf im nächsten Stich die erste Karte spielen. Auf diese Weise werden alle zwölf Karten nacheinander ausgespielt.
Die Wertung
Am Ende werden die Punkte der beiden Teams aus all ihren Stichen addiert. Es gewinnt, wer 121 Punkte oder mehr erzielt hat. Dieses Team erhält einen Punkt, die Gegner jeweils einen Minuspunkt. In Abstufungen von jeweils 30 Punkten gibt es weitere Zähler: Wenn ein Team z. B. weniger als 90 Punkte erzielt hat, erhalten die Gewinner jeweils einen weiteren Siegpunkt, die Verlierer zwei Minuspunkte. Zusätzliche Punkte gibt es, wenn ein Team weniger als 60 oder 30 Punkte hat. Grundsätzlich gilt: Wenn das Team mit den Kreuz-Damen (die sogenannten Alten) verliert, erhält es einen zusätzlichen Minuspunkt, die Gegner einen zusätzlichen Pluspunkt.
Sonderpunkte gibt es, wenn man ein Herz-Ass ("Fuchs") des gegnerischen Teams in seinem Stich hat, wenn man einen Kreuz-Buben ("Karlchen") des Gegners im allerletzten Stich erhält oder wenn man einen Stich macht, der 40 Punkte oder mehr wert ist ("Doppelkopf", z. B. zwei Asse und zwei Zehnen).
Sonderspiele
Es gibt Sonderkonstellationen. Wenn z. B. ein Akteur beide Kreuz-Damen auf der Hand hat, meldet er vor der Partie eine "Hochzeit" an. Der Mitspieler, der den ersten Stich macht, bildet mit der "Hochzeit" ein Team. Ein Spieler, der drei oder weniger Trümpfe auf der Hand hat, meldet vor dem Spiel eine "Armut" an. Reihum werden die anderen Spieler gefragt, ob sie mit diesem zusammenspielen wollen. Wenn ja, gibt der Spieler mit der "Armut" seine Trümpfe an den Mitspieler und erhält die gleiche Anzahl Karten zurück. Beide bilden für diese Partie ein Team. Ein Spieler kann auch ein Solo spielen, dann tritt er allein gegen die drei anderen Akteure an. Er kann dabei den Trumpf bestimmen, z. B. nur alle Damen, nur alle Buben oder bei Trumpfspielen (Kreuz, Pik, Herz, Karo) vergleichbar zum Normalspiel neben den Herz-Zehnen, Damen und Buben alle Karten der genannten Farbe.

Die gemeinsame Zeit während der Coronakrise lässt sich gut für Brett- oder Kartenspiele nutzen
Wer zu Hause nicht auf eine große Auswahl an Gesellschaftsspielen zurückgreifen kann, wird im lokalen Handel fündig - in der Corona-Krise natürlich per Telefon oder Online
Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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