Gemeinsam gegen Darmkrebs

Chefarzt Dr. Michael Scheruhn
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ah./nw. Landkreis. Das Thema Darmkrebs steht im Mittelpunkt beim "GesundheitsGespräch" am Donnerstag, 14. März, 19 Uhr, im Krankenhaus Buchholz. Rund vier Millionen Menschen in Deutschland sind von Darmkrebs betroffen, jährlich werden 61.000 neu mit der Diagnose konfrontiert und rund 25.500 sterben an dem Tumor.

Erkrankten Bewohnern des westlichen Landkreises steht seit zehn Jahren das zertifizierte Darmkrebszentrum im Krankenhaus Buchholz zur Seite. In dem Zentrum arbeiten Fachärzte zusammen, um Patienten die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen. Diese kann komplex sein. Die Therapieentscheidungen trifft deshalb nicht mehr ein einzelner Arzt, sondern eine Tumorkonferenz mit den Vertretern aller an der Behandlung beteiligten Fachabteilungen.
Durch individuell abgestimmte Module, zu denen meist Operation und zusätzlich gegebenenfalls auch Chemotherapie und Strahlenbehandlung gehören, kann es auch in fortgeschrittenen Erkrankungsstadien gelingen, wertvolle und lebenswerte Zeit für die Patienten zu gewinnen. Aktuelle vergleichende Untersuchungen zeigen, dass Patienten in zertifizierten Darmkrebszentren nicht nur häufiger nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt werden. Sie haben auch einen Überlebensvorteil gegenüber anderen.
Ein wichtiges Merkmal zertifizierter Darmkrebszentren ist die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, die die Darmkrebsvorsorge übernehmen. Bei einer Darmspiegelung, die unter einer Kurznarkose völlig schmerzfrei verschlafen werden kann, zeigen sich Darmkrebsvorstufen, die im gleichen Eingriff entfernt werden können, lange, bevor sie gefährlich werden. Darmkrebs lässt sich also meist durch rechtzeitige Vorsorge vermeiden. Ein Beleg dafür: Seit Einführung des Darmkrebsscreenings im Jahr 2002 ist sowohl die Zahl der Neuerkrankungen als auch die der Sterbefälle in Deutschland um 17 Prozent zurückgegangen.
In diesem Jahr gibt es einige Neuerungen: Für Männer steht die Vorsorgekoloskopie ab Mitte April schon ab dem 50. Lebensjahr zur Verfügung, für Frauen weiterhin ab dem 55. Lebensjahr. Versicherte im Alter von 50, 55, 60 und 65 Jahren erhalten von ihrer Krankenkasse eine Einladung zur Untersuchung. Ein Anspruch darauf besteht für die genannten Personengruppen auch ohne Einladung. Diese dient lediglich dazu, zusätzliche Aufmerksamkeit auf die erfolgreiche Vorsorgemöglichkeit zu lenken.
Beim "GesundheitsGespräch" mit Dr. Michael Scheruhn, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie im Krankenhaus Buchholz, und Dr. Joachim Dieckmann, niedergelassener Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, erfahren die Zuhörer alles Wissenswerte über Vorsorge und Behandlung von Darmkrebs.

Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem von der Felix Burda Stiftung ausgerufenen Darmkrebsmonat März unter dem Motto: „Es gibt kein zu jung für Darmkrebs. Rede mit Deiner Familie“. Hintergrund des Slogans ist, dass rund 30 Prozent aller Darmkrebsfälle auf familiäre Belastung zurückzuführen sind und oft sehr früh im Leben der Betroffenen auftreten. Wer also Darmkrebsfälle in seiner nahen Familie hat, sollte schon vor dem 50. Lebensjahr mit der Darmkrebsvorsorge beginnen, so die Empfehlung der Felix Burda Stiftung.

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