Reise
Geschichten über Räuber auf einer Radtour durch das Erholungsgebiet Dammer Berge

Gestartet wird bei "Die Räuber vom Mordkuhlenberg 1/13" und das Ziel ist der "Schabernack der Riesen vom Fuhrenkamp 13/13"
  • Gestartet wird bei "Die Räuber vom Mordkuhlenberg 1/13" und das Ziel ist der "Schabernack der Riesen vom Fuhrenkamp 13/13"
  • Foto: Tourist Information Erholungsgebiet Dammer Berge e.V./Werbeagentur Michael Nath, Vechta
  • hochgeladen von Tamara Westphal

(nw/tw). Warm eingemummelt, mit Handschuhen und Regencape bestückt sind Fahrradtouren auch noch im Herbst und an schneefreien, sonnigen Wintertagen eine Wohltat. Zum Beispiel auf der "RäuberRadRoute" durch die abwechslungsreiche Landschaft des Erholungsgebiets Dammer Berge im niedersächsischen Oldenburger Münsterland. Hier gilt es, insgesamt 13 Stationen anzufahren, an denen sich der Sage oder Überlieferung nach besondere Vorkommnisse ereignet haben sollen, die zum Teil über Jahrhunderte hinweg von Generation zu Generation erzählt wurden. Der Radtourist wird durch die vier Kommunen geleitet, die das Erholungsgebiet bilden: Die Stadt Damme sowie die Gemeinden Holdorf, Neuenkirchen-Vörden und Steinfeld. Die Gesamtstrecke ist 91,2 Kilometer lang und in rund sechseinviertel Stunden zu befahren. Aufgrund der hügeligen Landschaft sind streckenweise Steigungen zu absolvieren, so dass sich insgesamt rund 107 Höhenmeter ergeben.
Auf einer Rundfahrt entlang der "RäuberRadRoute" erschließen sich mehr als ein Dutzend Überlieferungen und lassen während der Tour durch die Natur Kultur und Geschichte lebendig werden. Die Besonderheit: Direkt an den jeweiligen Orten der geschilderten Geschehen wurden eiserne Pulte aufgestellt. Die darauf befestigten Informationstafeln sind so installiert, dass dem Radtouristen eine bequeme Lektüre ermöglicht wird, ohne vom Rad absteigen zu müssen.
Den Anfang zur Rundfahrt durch das Erholungsgebiet Dammer Berge macht der Tafel-Standort der Räuber vom Mordkuhlenberg; hier können aktive Besuchern der Blick vom Aussichtsturm über die weite Landschaft bis zum Dümmer-See schweifen lassen. Wie dieser entstanden sein könnte, beschreibt Station zwei. Von steinreichen Räubern berichtet Sage drei, bevor es zum Erdmännchen von Eekholte geht. Der Frömmigkeit der Bevölkerung widmet sich die Sage vom Teufel „in de deepen Pöele“ ebenso wie die Schilderung vom Einsatz des blinden Schimmels. Tragisch endet die Sage der heimtückischen Pest im Astloch, als segensreich hingegen erweist sich die Nymphe vom Bexaddetal. Beim Stopp an der Dersaburg zeigt sich vielleicht das weiße Fräulein. Nachdenklich stimmt die Überlieferung vom Ursprung des Schwedenkirchhofs von Ihorst. Durch besonders wundersames Wirken soll der Bau der Ondruper Kapelle ermöglicht worden sein. Ganz besonders groß gewachsenen Menschen traute man einst zu, spielerisch mit tonnenschweren Findlingen umgegangen zu sein: So soll der Ort Steinfeld zu seinem Namen gekommen sein. Und von reinem Übermut zeugt der Schabernack der Riesen im Fuhrenkamp.
• Tourist Information Erholungsgebiet Dammer Berge e.V., Mühlenstr. 12, 49401 Damme, Tel. 05491 - 996667, E-Mail: info@dammer-berge.de, www.dammer-berge.de. Link zur Tour: www.oldenburger-muensterland.de/touren/raeuberradroute-hauptstrecke/24227320

Lesen Sie auch:
Usedom wird Modellregion
Die neue Lust am Wandern: Worauf Anfänger achten sollten

Schöne Aussichten für aktive Wanderer entlang des Turmsteigs im Schwarzwald
Autor:

Tamara Westphal aus Buchholz

Service

114 aktuelle Corona-Fälle am 2.12.
Inzidenzwert im Landkreis Stade fällt weiter

jd. Stade. Die Corona-Ampel für den Landkreis Stade leuchtet gerade noch rot. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt nur knapp über dem Grenzwert von 50. Nach Angaben des Landes beträgt der Inzidenzwert 50,9 (Stand von Mittwoch, 2. Dezember).  Für einige Straßen und öffentliche Plätze gilt laut Allgemeinverfügung des Landkreises damit weiterhin die Pflicht, eine Maske (Mund-Nasen-Schutz) zu tragen. Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten im Landkreis Stade wird vom Land mit 1.058 Personen ( plus 17...

Panorama

Pandemie
Landkreis Harburg plant Corona-Impfzentren in Buchholz und Winsen

(ts). Der Landkreis Harburg wird zwei Corona-Impfzentren einrichten. Vorgesehen sind die Schützenhalle in Buchholz und die Stadthalle in Winsen. Diese Standorte hat die Kreisverwaltung der Landesregierung vorgeschlagen. Das Land prüft nun die Konzepte und entscheidet. Bis zum vergangenen Montagabend mussten die Landkreise in Niedersachsen die möglichen Standorte dem Innenministerium melden. Die Landesregierung hat das Ziel, dass die Infrastruktur für die Corona-Impfungen in den Landkreisen bis...

Politik
Die Zeit der Baustellen ist vorbei. Doch zufrieden sind in Dammhausen noch nicht alle mit den Ergebnissen der jahrelangen Baumaßnahmen

Nach Bauarbeiten ist noch nicht alles optimal
In Dammhausen sind wieder die Raser unterwegs

tk. Dammhausen. Der neue Rad- und Fußweg in Dammhausen samt ebenfalls neuer Bushaltestellen und runderneuerter Kanalisation ist fertig, der Kreisverkehr an der Einmündung nach Jork bzw. Neukloster ist wiederhergestellt. Sind die Dammhauser jetzt, nach Jahren des Baus und vielen Verzögerungen, wunschlos glücklich? Das ist nicht der Fall, wie Ortsvorsteher Thomas Sudmeyer (SPD) erklärt. Er und Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) Dammhausen wünschen sich vor allem vom Landkreis noch...

Politik
Nach dem Verzicht von Thomas Grambow (kl. Foto) soll nun Björn Protze antreten

Politiker aus Neu Wulmstorf führt persönliche Gründe für Verzicht an
SPD-Schock: Thomas Grambow zieht Landrats-Kandidatur im Landkreis Stade zurück

jd. Stade. Schock für die SPD: Ihr Kandidat für die Landratswahl im Landkreis Stade wirft das Handtuch. Der Neu Wulmstorfer Kommunalpolitiker Thomas Grambow (57) will nun doch nicht für das Amt kandidieren. Für seinen Verzicht führt er persönliche Gründe an.    Der CDU-Politiker Kai Seefried muss sich nun auf einen neuen Gegenkandidaten einstellen. Nach WOCHENBLATT-Informationen will jetzt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Björn Protze, gegen Seefried antreten. Die Kandidatur des...

Panorama

Corona-Zahlen vom 2. Dezember
Inzidenz im Landkreis Harburg bei 64,9

os. Winsen. 39 weitere Infizierte, vier Genesene: Das sind die Corona-Zahlen im Landkreis Harburg, die Landkreissprecher Andres Wulfes für den heutigen Mittwoch, 2. Dezember, meldete. Demnach wurden insgesamt 2.093 Corona-Fälle bestätigt, die Zahl der Genesenen lag bei 1.797. Die Anzahl der Toten, die seit Ausbruch der Pandemie mit oder an dem Coronavirus verstorben sind, verbleibt bei 40. Insgesamt sind damit aktuell 256 Personen aktiv erkrankt. 600 Personen befinden sich in Quarantäne. Der...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen