Tag der Rückengesundheit am 15. März
Muskel-Skelett-System ist am häufigsten betroffen

Eine kräftige Muskulatur schützt vor Rückenbeschwerden
  • Eine kräftige Muskulatur schützt vor Rückenbeschwerden
  • Foto: DAK-Gesundheit/Wigger
  • hochgeladen von Axel-Holger Haase

Videocalls am Küchentisch, stundenlange Gespräche mit dem Handy am Ohr und dann auch noch der falsche Stuhl oder Tisch: Die Körperhaltung leidet häufig unter dem Homeoffice. Um langfristig Rückenschmerzen vorzubeugen, ist es wichtig, auch im Sitzen dynamisch zu bleiben. Dass dies oft nicht gelingt, offenbart die Krankenstands-Analyse der Krankenkasse DAK-Gesundheit: Im Corona-Jahr 2020 fehlten im Job demnach so viele Beschäftigte wegen Rückenschmerzen wie seit Jahren nicht mehr. Der Tag der Rückengesundheit am 15. März will für das häufig vernachlässigte Thema sensibilisieren.
Mehr als die Hälfte aller Fehltage im ersten Halbjahr 2020 lassen sich in Niedersachsen auf drei Krankheitsarten zurückführen: An erster Stelle stehen, trotz eines leichten Rückgangs um drei Prozent, die Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen. Sie sind für mehr als jeden fünften Fehltag (21,4 Prozent) von Arbeitnehmern verantwortlich. Danach folgen die psychischen Erkrankungen wie Depressionen mit einem Anteil von 17,1 Prozent am Krankenstand. An dritter Stelle folgen mit 16,1 Prozent die Atemwegserkrankungen. Das Niveau liegt aber mit 122 Fehltagen je 100 Arbeitnehmer noch unter dem des schweren Grippejahres 2018 (153 Fehltage).
Doch ein Hauptgrund für die Rückenschmerzen sind laut der DAK-Gesundheit die zahlreichen Homeoffice-Zeiten. Denn wer nicht richtig sitzt, riskiert langfristig seine Gesundheit. Hinzu kommt, so die DAK in ihrer Studie, dass viele Menschen durch Lockdown und Arbeit von zuhause aus noch länger als sonst vor dem Bildschirm verharren. So seien die Fehltage wegen Rückenschmerzen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent gestiegen. Damit sei mehr als jeder fünfte Fehltag auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückzuführen gewesen. Dass der Rücken ganz besonders im Homeoffice häufig zu kurz kommt, offenbart auch die internationale Studie “Working from home experience”, des Fraunhofer Instituts. Demnach ist zuhause besonders die ergonomische Ausstattung des Arbeitsplatzes optimierungsbedürftig.

Autor:

Axel-Holger Haase aus Buchholz

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