Rauchmelder werden Pflicht

In Niedersachsen müssen bis zum Jahresende auch bestehende Wohngebäude mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Für Neu- und Umbauten gilt die Rauchmelderpflicht bereits seit November 2012. Damit herrscht in Niedersachsen ab 1. Januar 2016 für sämtliche Wohngebäude Rauchmelderpflicht.
"Es hat sich gezeigt, dass der Einbau auf freiwilliger Basis nicht schnell genug vorangeschritten ist - leider", begründet Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt die Einführung der Rauchmelderpflicht. "Denn Rauchmelder erkennen Rauchentwicklung sehr früh und warnen die Menschen - auch nachts. So können sie im Ernstfall Leben retten." Noch immer sterben in Deutschland jährlich rund 400 Menschen an den Folgen eines Brandes. 95 Prozent davon ersticken an giftigen Rauchgasen. Rauchwarnmelder hätten sie warnen können.
Vorgeschrieben ist die Ausstattung aller Aufenthaltsräume, in denen Personen schlafen, also Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, die aus diesen Räumen als Rettungswege hinaus führen. "Wegen der erhöhten Brandgefahr sollten auch Aufenthaltsräume wie Wohnzimmer mit Qualitätsrauchmeldern ausgestattet werden", empfiehlt Christian Rudolph, Vorstand des Forum Brandprävention. Für Küchen und Bäder seien Rauchmelder dagegen nicht geeignet.
Trotz Zeitdruck warnt die Feuerwehr jedoch vor einer unsachgemäßen Installation der Rauchwarnmelder. Diese kann zu kostspieligen Fehleinsätzen führen. Alleine in Hamburg musste die Feuerwehr im Jahr 2014 etwa 1.600-mal aufgrund von Rauchwarnmelder-Fehlalarmen ausrücken. Entstehende Kosten bei Schäden, beispielsweise durch von der Feuerwehr aufgebrochene Türen, müssen in der Regel vom Vermieter getragen werden.
• Zuständig für den Einbau der Rauchmelder sind in Niedersachsen gemäß Bauordnung die Eigentümer. Für Pflege und Wartung der Geräte sind die Mieter, Pächter oder sonstige Nutzungsberechtigte verantwortlich, es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Pflicht selbst. (sb/kalo/ots)

Autor:

Axel-Holger Haase aus Buchholz

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