Tarifvertrag für Friseure in Niedersachsen ab 2019 gültig - Lohndumping nicht mehr möglich?

Jens Bahlburg, Obermeister der Friseur-Innung des Kreises Harburg, weist auf die Tarifverträge hin
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ah. Landkreis. Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Digitalisierung hat Anfang des Jahres zwei Tarifverträge des Friseurhandwerks in Niedersachsen für allgemeinverbindlich erklärt. Es handelt sich um den Entgelttarifvertrag für das Friseurhandwerk und um den Vertrag über Ausbildungsvergütungen. Beide Tarifverträge, die im Mai 2018 abgeschlossen wurden, sind somit für alle im Friseurhandwerk Beschäftigten, inklusive Lehrlinge, gültig. 
Die in den Verträgen festgeschriebenen Vergütungssätze gelten sowohl für in der Innung organisierte als auch für nicht organisierte Friseurunternehmen. Jens Bahlburg, Obermeister der Friseur-Innung des Kreises Harburg, ist erfreut über diese Entwicklung.
„Die Allgemeinverbindlichkeit ist geeignet, für die Beschäftigten des Friseurhandwerks eine angemessene Vergütung zu garantieren. Sie wird auch dazu führen, dass das vielfach in nicht organisierten Unternehmen festzustellende Lohndumping nicht mehr praktiziert werden kann. Der Stellenwert der Arbeit im Friseurhandwerk wird jetzt angemessen berücksichtigt." Mit 9,70 Euro Stundenlohn als Einstiegsgehalt für Berufsanfänger liegt die Vergütung oberhalb des gesetzlichen Mindestlohnes. Im weiteren Berufsleben haben die Berufsanfänger die Möglichkeit, von weiteren Vergütungssteigerungen zu profitieren. Der Ecklohn für einen Top-Stylisten, also für eine Gesellin oder einen Gesellen mit drei Jahren Berufserfahrung, beträgt 11,70 Euro pro Stunde. Ein Master-Stylist, also ein besonders qualifizierter Arbeitnehmer erhält nach diesem Tarifvertrag 15,80 Euro Vergütung je Stunde.
Der Vorstand der Innung hofft, dass durch diese Allgemeinverbindlichkeitserklärung auch der Beruf des Friseures wieder an Attraktivität gewinnt und eine langfristige Nachwuchssicherung möglich ist.

Autor:

Axel-Holger Haase aus Buchholz

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