HADO: Völkerball im neuen Gewand

Florian Palsa (11) in Aktion: Gerade hat er mit ausgestrecktem Arm einen elektronischen Ball "geworfen" Fotos: os
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os. Buchholz. In Asien ist HADO der Trendsport für computerbegeisterte junge Menschen. Zehntausende spielen ihn z. B. in Japan. Jetzt soll das HADO-Fieber auch nach Deutschland übergreifen: Arndt Bömelburg und Michel Schwedt (www.etech-sports.com) bringen den Sport in die hiesigen Sporthallen. Sie laden regelmäßig im Buchholzer Jugendzentrum zu HADO-Runden ein, am kommenden Wochenende wird der E-Sport zudem bei Blau-Weiss Buchholz vorgestellt (s. Kasten).
HADO, das ist quasi die elektronische Variante des guten alten Völkerballs, den wohl jeder in seiner Schulzeit gespielt hat. Anstatt den Gegner mit realen Plastikbällen zu treffen, verwendet man hier elektronische "Bälle". Diese werden mithilfe von iPods erzeugt, den jeder Spieler an seinem Handgelenk trägt. Die Ziele werden über ein Headset projiziert, in das ein iPhone 8 integriert ist. Gespielt wird auf einer sechs mal zehn Meter großen Fläche, jeweils drei Akteure bilden ein Team. Jede Partie dauert 80 Sekunden, in denen man den Gegner möglichst oft treffen möchte, ohne selbst getroffen zu werden. Wenn ein Spieler zum vierten Mal getroffen wird, muss er zwei Sekunden pausieren, ehe er mit vier neuen Leben weitermachen kann. Die Treffer werden von einem zentralen Computer erfasst, sodass am Ende ein Siegerteam feststeht. Wenn es nicht gelingt, sechs Akteure zusammenzubekommen, können die fehlenden Spieler durch Computerbots ersetzt werden.
Auch Außenstehende können die Partien verfolgen: Die Sichtfelder der Akteure können auf Fernsehbildschirme oder Leinwände übertragen werden. Der Technik sei Dank: Jedes Ergebnis kann in einer Datenbank gespeichert werden. HADO-Spieler können auch eigene Profile anlegen und dabei z. B. die Stärke ihrer Abwehrschilde oder die Größe und Geschwindigkeit der elektronischen Bälle festlegen.
"Mit HADO bekommen wir die Kinder und Jugendlichen von der Spielekonsole zu Hause weg", erklärt Arndt Bömelburg. Zudem müssten sich die Kinder bei dem Trendsport im Gegensatz zu den Konsolen wirklich bewegen. Bömelburg und Michel Schwedt schwebt vor, eine HADO-Liga nach asiatischem Vorbild zu gründen und Turniere durchzuführen.
Immer mittwochs von 15 bis 17 Uhr finden kostenfreie HADO-Sessions im Jugendzentrum in Buchholz (Rathausplatz 2) statt. Florian Palsa (11) ist regelmäßig dabei: "Es macht einfach Spaß, sich zu bewegen und die Fortschritte zu verfolgen." Besonders wichtig beim Spielen sei, den Gegner zu beobachten und seinen Bällen auszuweichen. Bennett Sieling (16) gefällt vor allem, dass "man den elektronischen Sport wie eine reale Welt wahrnimmt".
Arndt Bömelburg und Michel Schwedt sind sich sicher: "HADO kann auch in Deutschland ein Kultsport werden!"

Vorstellung bei BW Buchholz

(os). Wer HADO kennenlernen möchte, sollte am Samstag und Sonntag, 12. und 13. Oktober, in die neue Sporthalle (Raum 3) im Sportzentrum von Blau-Weiss Buchholz (Holzweg 6) kommen. Jeweils von 11 bis 17 Uhr wird der neue E-Sport bei Tagen der offenen Tür vorgestellt.

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