1. Handball-Bundeliga der Frauen
„Luchse“ holen wichtigen Punkt in Blomberg

Bitter für die Handball-Luchse: Torhüterin Mareike Vogel erlitt einen Kreuzbandriss und wird ihrem Team, das noch um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga kämpft, noch lange fehlen
  • Bitter für die Handball-Luchse: Torhüterin Mareike Vogel erlitt einen Kreuzbandriss und wird ihrem Team, das noch um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga kämpft, noch lange fehlen
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HANDBALL: Aufsteiger überrascht beim Tabellendritten, verliert aber Mareike Vogel - Samstag ist Neckarsulm zu Gast
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Im Auswärtsspiel der 1. Bundesliga am Sonntag überraschte Aufsteiger Handball-Luchse (HL) Buchholz 08-Rosengarten (Rang 13) im Kampf um den Klassenerhalt mit einem 28:28 (15:14)-Unentschieden beim Tabellendritten HSG Blomberg-Lippe, der zwei Tage zuvor einen 31:29-Sieg gegen den Thüringer HC feierte. Es war sogar mehr drin für die „Luchse“, die neun Minuten vor dem Ende noch mit drei Toren in Führung lagen. Beste Werferinnen: Kim Berndt (12 Tore) für die „Luchse" und Nele Franz (9) für Blomberg.
Die HSG Blomberg-Lippe wird auch im DHB-Pokal-Halbfinale beim Final4 (15./16. Mai) in Stuttgart der erste Gegner der „Luchse“ sein. Im zweiten Halbfinalduell treffen TuS Metzingen und die SG BBM Bietigheim aufeinander. Das ergab die Auslosung am Freitagabend mit Welthandballerin Nadine Krause in der Halbzeit des Erstligaspiels zwischen Bayer 04 und Buxtehude in Leverkusen.
Zurück zu der Auswärtspartie der "Luchse" in der Sporthalle an der Ulmenallee in Blomberg, in der der Aufsteiger zwar mit einem 28:28-Unentschieden beim Tabellendritten HSG Blomberg-Lippe überraschte, aber sich mit dem einen Punkt nicht wirklich belohnen konnte. Denn anderthalb Minuten vor dem Ende, als die „Luchse“ noch mit 28:25 in Führung lagen, deutete vieles auf einen Sieg der Gäste hin.
Der Tabellendritte, der noch das Duell gegen die Thüringerinnen vor knapp 48 Stunden in den Knochen hatte, ging zwar mit 6:4 (11. Minute) in Führung, aber nach 16 Spielminuten hatten die „Luchse“ zum 7:6 gedreht. Da den Gastgeberinnen auch in der Folgezeit die gewohnte Spritzigkeit fehlte, gingen die „Luchse“ mit einer nicht unverdienten 15:14-Führung in die Halbzeitpause. Daran hatte auch Luchse-Torhüterin Mareike Vogel maßgeblichen Anteil, die gegen den Favoriten in dieser Partie sehenswerte Paraden zeigte. Auch ihre Abwehrreihe war im Rückzugsverhalten nach Ballverlusten wieder schnell auf ihren Positionen.
Im zweiten Abschnitt bot sich den Zuschauern des Livestreams über weite Phasen ein ausgeglichenes Spiel. Als Blombergs Spielmacherin Nele Franz nach 44 Minuten zum 20:20 traf, war es in der Folge der Aufsteiger, der das Tempo anzog und sich bis zur 50. Minute (24:21!) eine Drei-Tore-Führung erspielte. Anderthalb Minuten vor dem Ende traf Luchse-Spielmacherin Kim Berndt mit ihrem zwölften Treffer sogar zum 28:25. Doch die Lipperinnen lösten in der hektischen Schlussphase die Abwehr komplett auf und gingen fortan auf volles Risiko. Mit Erfolg: Erst traf Cara Reiche für Blomberg, im Gegenzug Marleen Kadenbach für die „Luchse“. Dann aber scheiterte die Top-#+scorerin der „Luchse“ an Blombergs Torfrau Melanie Veith, und auf der Gegenseite verkürzte HSG-Youngster Ann Kynast 50 Sekunden vor dem Ende auf 27:28 für Blomberg. Anschließend bekam Fatos Kucukyildiz von den „Luchsen“ den Ball, warf sich diesen auf den letzten Metern aber an den eigenen Fuß. Auf der anderen Seite behielt die 19-jährige Ann Kynast kühlen Kopf und versenkte zehn Sekunden vor dem Ende den Ball zum 28:28-Ausgleich für Blomberg. Luchse-Trainer Dubravko Prelec nahm zwar noch acht Sekunden vor dem Ende eine Auszeit, um den letzten Angriff seiner Mannschaft in Ruhe zu planen, aber nach dem Wiederanpfiff scheiterte erneut Fatos Kucukyildiz aus dem Rückraum an der Gäste-Keeperin. Es blieb beim 28:28-Remis. „Bis 90 Sekunden vor Schluss haben wir alles richtig gemacht. Am Ende fehlte uns die Abgezocktheit“, so Prelcec nach dem Spiel.
Für die "Luchse" waren im Einsatz: Kim Berndt (12/3 Tore), Sarah Lamp (7), Alexia Hauf (3), Maj Nielsen (3), Evelyn Schulz (2), Lisa Borutta (1), Marleen Kadenbach, Daria Rassau, Finja Harms, Natalie Axmann und Melissa Luschnat, sowie im Tor: Mareike Vogel, Zoe Ludwig und Sophie Loebig.
Im nächsten Heimspiel treffen die "Luchse" am Samstag, 6. März, um 19 Uhr in der heimischen Nordheidehalle in Buchholz auf den Tabellenfünften Neckarsulmer Sport-Union. Die Partie findet ohne Zuschauer statt, wird aber auf www.sportdeutschland.tv übertragen. Das Hinspiel verloren die "Luchse" mit 25:33. Besonders der starke Rückraum mit der Spanierin Irene Espinola Prerez, Carmen Moser und der Niederländerin Lynn Knippenborg sorgt für Torgefahr.
• Für den Ligakonkurrenten und Kooperationspartner der „Luchse“, Buxtehuder SV (BSV), endeten die beiden Partien am vergangenen Wochenende unentschieden. Erst 20:20 in Leverkusen, dann 31:31 in Bensheim. Im Heimspiel am Samstag, 6. März, 16 Uhr - ohne Zuschauer, trifft der BSV auf die HSG Bad Wildungen.

Autor:

Roman Cebulok aus Buchholz

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