Tischtennis: Das Ende des Ping-Pong-Balls

Bye, bye Zelluloid: Auf den traditionellen Tischtennisball (re.), folgt die Plastikkugel
  • Bye, bye Zelluloid: Auf den traditionellen Tischtennisball (re.), folgt die Plastikkugel
  • Foto: Koenecke
  • hochgeladen von Roman Cebulok

(cc). Tischtennisspieler werden bald nicht mehr als Zelluloidkünstler bezeichnet werden können. Denn der Stoff, aus dem die Bälle sind, wird nach über hundert Jahren ein anderer. Der Deutsche Tischtennisbund (DTTB) hat das endgültige Ende der Zelluloidball-Ära beschlossen. Ab der kommenden Saison sollen in allen Bundes-, Regional- und Oberligen ausschließlich Plastikbälle übers Netz fliegen. Bei Punktspielen auf Kreisebene soll die Umstellung allerdings erst zum 1. Juli 2019 zur Pflicht werden.
Dafür gibt es einen gewichtigen Grund, denn Zelluloid, ein im 19. Jahrhundert erfundenes Thermoplast aus Cellulosenitrat und Campher, brennt wie Zunder. Mangelnder Arbeitsschutz und damit verbundene Gesundheitsgefahren in den produzierenden Ländern Asiens lassen daher ein Auslaufen der Produktion aus Sicht des Tischtennis-Weltverbandes (ITTF) ratsam erscheinen. Das gilt auch für den Vertrieb. Ein deutscher Paketdienstleister hat bereits die Auslieferung der kleinen Kugeln verweigert.

Autor:

Roman Cebulok aus Buchholz

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