Begegnung mit einer Feuerqualle
TRIATHLON: Reiner Wieneke trotzt Unwägbarkeiten beim "Ostseeman" / Umdisponiert wegen Verletzung

Zufrieden nach dem halben Ironman: (v. li.) Reiner Wieneke, Sönke und Max Stüfen
  • Zufrieden nach dem halben Ironman: (v. li.) Reiner Wieneke, Sönke und Max Stüfen
  • Foto: Maike Stüfen
  • hochgeladen von Oliver Sander

(os). Hartnäckige Verletzungen im Vorfeld des "Ostseeman", dem Triathlon-Ironman in Glücksburg (Schleswig-Holstein), zwangen den Buchholzer Triathleten Reiner Wieneke (67) und seine Mitstreiter - das Vater-Sohn-Gespann Sönke (54) und Max (22) Stüfen aus Bargteheide - zum Umplanen: Anstatt die komplette Distanz zu bestreiten - 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen -, wechselte das Team "Salzwasserathleten" auf die halbe Distanz. Zudem schwamm Wieneke nach seiner Beinverletzung lieber und überließ Sönke Stüfen den Radpart. Mit dem Ergebnis war das Trio laut Wieneke "hochzufrieden": Es erreichte nach 4:50:23 Stunden das Ziel und kam in der Wertung der Männer auf den fünften Platz von 36 Staffeln.
Reiner Wieneke trotzte auf der Schwimmstrecke einigen Unwägbarkeiten: Wegen der großen Starterzahl von fast 600 Athleten kam es vor einer Wendeboje zu einem Stau. "Ich habe dann einige Zeit Wassertreten gemacht", berichtet der ehemalige Berufsschullehrer schmunzelnd. Auf dem Rückweg in die Wechselzone schwamm eine Feuerqualle Wieneke mitten ins Gesicht. "Das hat ganz schön weh getan", erklärt der Buchholzer. Im Ziel konnte sich Wieneke, der für die Schwimmstrecke 43:49 Minuten benötigte, mit Essig von den Tentakeln der Qualle befreien.
Sönke Stüfen legte auf der anspruchsvollen Radstrecke eine herausragende Leistung hin. Für 90 Kilometer Radfahren benötigte er 2:27:22 Stunden. "Das war eine Wahnsinnszeit", lobte Wieneke. Auch die 1:36:05 Stunden für den abschließenden Halbmarathon durch Max Stüfen wertete Wieneke als "Superzeit". Vor allem, da Max Stüfen wegen Sehnenproblemen nur eingeschränkt trainieren konnte. Reiner Wieneke zog ein positives Fazit des Wettkampfs: "Wir wollten unter die zehn besten Staffeln kommen, das haben wir zum Glück geschafft."
Die "Salzwasserathleten" unterstützten beim "Ostseeman" die Aktion "Alles geben, nichts nehmen", mit der sich die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) für sauberen Sport ohne leistungssteigernde Substanzen einsetzt.
• Für Wieneke geht es bereits am morgigen Sonntag, 11. August, weiter: Dann startet der 67-Jährige bei der DM in Bremen über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen). "Ich gehe da ganz locker ran, weil ich nicht weiß, ob sich meine Verletzung wieder bemerkbar macht", sagt Wieneke.

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