Mit 25.000 Euro dotiert
Buchhandlung Slawski mit Buchhandlungspreis geehrt

Stolz auf den Deutschen Buchhandlungspreis: Monika Külper (li.) und Uta Neb von der Buchhandlung Slawski
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os. Buchholz. "Ich stehe noch immer völlig neben mir und bin überwältigt", sagt Monika Külper. Die Inhaberin der Buchhandlung Slawski aus Buchholz musste in den vergangenen Tagen einen Glückwunschmarathon bewältigen: Slawski gehört zu den drei besten Buchhandlungen in Deutschland! Am vergangenen Mittwoch erhielten Monika Külper und ihre Mitarbeiterin Uta Neb in Rostock aus den Händen der Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Deutschen Buchhandlungspreis. Die ersten Sieger, zu denen Slawski gehört, können sich über jeweils 25.000 Euro freuen. Insgesamt war der Deutsche Buchhandlungspreis mit 850.000 Euro dotiert. Külpers Dank geht auch an die Kunden: "Wir haben ein tolles Publikum in Buchholz!"
Mit dem zum fünften Mal verliehenen Preis zeichnet das Ministerium kleine, inhabergeführte Buchhandlungen aus, die ein anspruchsvolles und vielseitiges literarisches Sortiment und/oder kulturelles Veranstaltungsprogramm anbieten, innovative Geschäftsmodelle verfolgen oder sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung für Kinder und Jugendliche engagieren. Deutschlandweit bewarben sich 467 Buchhandlungen um den begehrten Preis, eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz der FAZ-Literaturkritikerin Sandra Kegel wählte die Gewinner aus.
Kulturstaatsministerin Grütters würdigte die Buchhändler als Verteidiger der Demokratie: "Die Bereitschaft, sich mit anderen Sicht- und Lebensweisen auseinanderzusetzen, nimmt ab. Angesichts dieser Entwicklung ist die Vielfalt in unseren Buchhandlungen ein Plädoyer für Gedankenfreiheit und Verständigung." Bücher lüden dazu ein, Dinge anders zu sehen. Wer lese, öffne die eigene Weltanschauung für fremde Empfindungen, andere Erfahrungen und neue Erkenntnisse. "Das macht Buchhandlungen zu Keimzellen unserer Debattenkultur und damit unserer Demokratie", betonte Grütters.
Die Idee, sich für den Deutschen Buchhandlungspreis zu bewerben, hatte Monika Külper nach dem Erfolg im vergangenen Jahr: Damals war die Buchhandlung Slawski mit dem mit 5.000 Euro dotierten Niedersächsischen Buchhandelspreis ausgezeichnet worden. In Rostock durchlebte die Buchhändlerin ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst wurden 100 mit jeweils 7.000 Euro dotierte dritte Plätze vergeben - Slawski war nicht dabei. "Ich dachte schon, dass sie uns vergessen haben", berichtet Monika Külper schmunzelnd. Hatte die Jury nicht, auch unter den fünf zweiten Plätzen (dotiert mit jeweils 15.000 Euro) waren die Buchholzer nicht dabei. Letztlich wurde Monika Külper als letzte Buchhändlerin auf die große Bühne gebeten. "Das war unbeschreiblich", berichtet sie.
Das Geld wird u. a. für die lange geplante Renovierung der Buchhandlung im kommenden Jahr verwendet. Monika Külper verspricht: "Bei uns wird es schön kuschelig bleiben."

Stolz auf den Deutschen Buchhandlungspreis: Monika Külper (li.) und Uta Neb von der Buchhandlung Slawski
Bei der Ehrung in Rostock: (v. li.) Kulturstaatsministerin Monika Grütters sowie Monika Külper und Uta Neb von der Buchhandlung Slawski

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