Unternehmer beruhigen die Bürger
Behandlungen trotz Corona nicht aufschieben

Spezialmaske, Spuckschutz, Desinfektionsmittel: Dr. Caroline Cordesmeyer (re.) und ihre Mitarbeiterin Ulrike Weiß schützen sich und die Patienten
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  • hochgeladen von Oliver Sander

os. Buchholz. In den vergangenen Wochen bekamen nicht nur Einzelhändler, die ihre Geschäfte auf behördliche Anordnung schließen mussten, die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise zu spüren. Auch sogenannte systemrelevante Unternehmen spürten die Auswirkungen, obwohl sie die ganze Zeit geöffnet hatten.
Zu ihnen gehört Dr. Caroline Cordesmeyer, Fachzahnärztin für Oralchirurgie im Zahnärztehaus Buchholz. "Viele Patienten sind verunsichert, wie sie sich in der Krise verhalten sollen und ob sie den Gang zum Zahnarzt oder Kieferorthopäden wagen können.", berichtet Dr. Cordesmeyer. ​
"Wir behandeln die Patienten als chirurgische Schwerpunktpraxis sowieso unter sehr hohen Hygienestandards." Handschuhe, Mundschutz und Schutzbrillen seien Standard und in ausreichendem Maße vorhanden. „Wir haben auf die aktuelle Lage reagiert und unsere Schutzausrüstung erweitert um FFP3-Masken.“ Jeder Patient, der einen Termin vereinbart hat, werde zudem zwei Tage vorher angerufen und nach seinem Befinden gefragt. Wenn die Patienten die Praxis betreten, können sie sich an Spendern die Hände desinfizieren, sie werden an den Anmeldetresen durch Spuckschutzwände geschützt. Im großzügigen Wartebereich können sich die Patienten so platzieren, dass auch hier ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. "Unter diesen Voraussetzungen können die Patienten bei uns mit der gebotenen Sicherheit behandelt werden", betont Dr. Cordesmeyer.
Sie ermuntert die Patienten, auch während dieser Zeit Termine zu vereinbaren, und spricht damit sicher für ihre Zahnarztkollegen. "Die Zahngesundheit und auch die Vorsorge können nicht viele Monate warten, bis ein Impfstoff für die Bevölkerung vorliegt, sonst ist der Schaden in der Mundgesundheit riesengroß!"​
Auch bei Stephan Klör ist es merklich stiller geworden. "Unsere Schlagzahl ist deutlich zurückgegangen", erklärt der Inhaber von "Schritt für Schritt" in Buchholz, der Fuß- und Beinkranke u. a. mit Kompressionsstrümpfen, Einlagen sowie Bandagen versorgt. Wo sonst vier Arbeitskräfte nötig waren, um der Kundenflut Herr zu werden, reichen jetzt zwei Mitarbeiter. Auch Stephan Klör spürt die Zurückhaltung bei den Bürgern: "Die Angst bei der Bevölkerung ist derzeit sehr groß." ​
Dabei hat auch Klör alle gesetzlichen Auflagen zum Schutz der Kunden erfüllt. Bei einer Kontrolle erhielt er jüngst ein Lob von Polizei und Ordnungsamt. Klör rät Kunden, sich stets über die aktuellsten Entwicklungen zu informieren. "Natürlich helfen wir auch bei Anrufen." Nur notwendige Behandlungen aufzuschieben, das ist ähnlich gefährlich wie beim Zahnarzt. Wenn z. B. Kompressionsstrümpfe nicht richtig sitzen, könne das gravierende Folgen haben.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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