"Der Landkreis Harburg ist die Gründerregion Nr. 1"

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WOCHENBLATT-Interview mit WLH-Geschäftsführer Wilfried Seyer zum Gründungspreis

(os). Bereits zum sechsten Mal zeichnet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Harburg (WLH) mit dem Gründerpreis erfolgreiche unternehmerische Leistung in der Region aus. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 20. August (www.gruendungspreis.eu). Im Interview mit WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Oliver Sander spricht WLH-Geschäftsführer Wilfried Seyer über den Gründerpreis.
WOCHENBLATT: Was macht den Gründungspreis so begehrt?
Wilfried Seyer: Das Interesse am Gründungspreis ist in den Jahren immer gewachsen. Sicher ist der Geldpreis von 10.000 Euro, übrigens steuerfrei, ein Anreiz. Aber wichtiger ist die Anerkennung von einer großen Jury, die sich zusammensetzt aus den vielen Unternehmen, die den Preis sponsern und weiteren erfahrenen Fachleuten aus der Gründungsberatung. Die mit einem solchen Preis verbundene Öffentlichkeit ist ein zusätzlicher Marketingschub für die Preisträger und dass wir alle Bewerber dazu einladen, sich im Rahmen einer Ausstellung am Abend der Preisverleihung dem Publikum zu präsentieren, ist sicher ebenfalls ein guter Grund, sich zu bewerben.
WOCHENBLATT: Welche Unternehmer können sich bei Ihnen bewerben?
Seyer: Das Konzept lässt eine Teilung des Preises auf mehrere Kategorien zu. Die Jury hat davon in der Vergangenheit immer Gebrauch gemacht. Für mich ist eine Gründung im Handwerk genauso preiswürdig wie eine hochtechnische Entwicklung, eine besondere Dienstleistung oder ein neuer Handelszweig. Entscheidend ist die erfolgreiche Umsetzung der Geschäftsidee hier im Landkreis Harburg. Deshalb muss sich das Unternehmen ja auch bereits mindestens ein Jahr am Markt bewiesen haben, längstens drei Jahre. Erfolg in unserem Sinne ist aber nicht nur der betriebswirtschaftliche Gewinn. Auch ein Verlust in der Startphase, der im geplanten Rahmen liegt, ist ein Kriterium für Erfolg. Letztlich geht es aber immer um eine sich selbst tragende Existenzgründung.
WOCHENBLATT: Wie bewerten Sie allgemein die Gründerszene in der Region?
Seyer: Immerhin ist der Landkreis Harburg die Gründungsregion Nr. 1 in Niedersachsen und der Metropolregion Hamburg. Allerdings weisen die Statistiken kontinuierlich deutschlandweit einen Rückgang der Gründungsaktivität aus. Ein Grund ist sicher die allgemein gute Beschäftigungslage, die es schwerer macht, das Risiko einer Selbständigkeit einzugehen. Andererseits sehe ich sowohl im Gründerzentrum Winsen als auch im ISI-Zentrum für Gründung, Business und Innovation in Buchholz eine ständige Nachfrage nach Mietfläche. In beiden Häusern fällt es uns aufgrund der guten Auslastung schwer, neuen Gründungen freie Räume anzubieten. Auch unsere Beratungsformate und der Gründertreff sind immer gut nachgefragt und besucht. Es ist also viel Bewegung hier im Landkreis Harburg. Aber fragen Sie mich doch diese Frage noch einmal, wenn am 20. August die Bewerbungsfrist abgelaufen ist. Ich bin selbst sehr gespannt auf die Geschäftsideen und natürlich hoffe ich auf eine große Zahl an Bewerbungen.
WOCHENBLATT: Herr Seyer, vielen Dank für das Gespräch.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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