IHK Lüneburg-Wolfsburg warnt vor "No-Deal-Brexit"

Geschäftsführer Zeinert: "Wir sehen die wirtschaftlichen Auswirkungen mit großer Sorge"

(os). Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg warnt vor einem ungeordneten EU-Austritt Großbritanniens. "Wir sehen die wirtschaftlichen Auswirkungen auf unserer Region mit großer Sorge", erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert.
Nach monatelangen Verhandlungen hatte das britische Unterhaus am vergangenen Dienstag das von Premierministerin Theresa May ausgehandelte Brexit-Abkommen abgelehnt und damit einen geordneten Austritt aus der EU mit einer zweijährigen Übergangszeit für gescheitert erklärt. Ein Misstrauensvotum der oppositionellen Labour-Partei am Mittwoch überstand May allerdings.
Sollte es keine weiteren Versuche geben, den "No-Deal-Brexit" abzuwenden, werde Großbritannien am 30. März, 0 Uhr, ohne Übergangsphase aus der EU austreten und wäre dann ein sogenannter Drittstaat, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Zeinert. "Speziell in unserer Region haben wir viele kleinere Unternehmen im Geschäft mit Großbritannien, die bislang ausschließlich im EU-Binnenmarkt tätig wird", sagt Zeinert. Ein harter Brexit würde die rund 230 Unternehmen im IHK-Bezirk, die Geschäftskontakte nach Großbritannien haben, "mit voller Wucht treffen, da sie bisher kaum Erfahrungen haben, Handel mit Drittstaaten abzuwickeln".
Im Jahr 2017 exportierten Unternehmen aus Niedersachsen Waren im Wert von rd. 6,3 Milliarden Euro nach Großbritannien. Schon jetzt machten sich die Folgen des Brexit bemerkbar, betont Zeinert. Vergleiche man die Zahlen des Zeitraums Januar bis Oktober 2018 mit dem Vorjahrszeitraum 2017, ergebe sich eine Abnahme der Exporte um ca. 2,8 Prozent.
Um betroffene Unternehmen zu unterstützen, plant die IHK Lüneburg-Wolfsburg eine Informationsveranstaltung am Montag, 25. Februar, in der Hauptgeschäftsstelle in Lüneburg (Am Sande 1). Infos bei Lars Heidemann unter Tel. 04131-742125 oder heidemann@lueneburg.ihk.de.

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