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++ A K T U E L L ++

NEUE CORONA-REGELN - Kein Feuerwerk an Silvester und Kontaktbeschränkung für Ungeimpfte

„Wir investieren gerne, aber Schritt für Schritt“
Nachhaltigkeits-Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Harburg-Buxtehude, Andreas Sommer

Andreas Sommer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude
  • Andreas Sommer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude
  • Foto: Sparkasse Harburg-Buxtehude
  • hochgeladen von Axel-Holger Haase

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Der Nachhaltigkeits-Begriff ist schon längst mehr als ein Trend. Für immer mehr Menschen wird Nachhaltigkeit zur Lebensphilosophie und auch Unternehmen, darunter auch die Banken und Sparkassen, unternehmen große Anstrengungen, um sich nachhaltig aufzustellen. Auch die Sparkasse Harburg-Buxtehude hat sich auf den Weg gemacht. Warum dieses Thema für die Sparkasse als Finanzinstitut einen hohen Stellenwert hat, wie nachhaltig die Sparkasse bereits unterwegs ist und welche Herausforderungen zu erwarten sind, erläutert Andreas Sommer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude, im Gespräch mit dem WOCHENBLATT.

WOCHENBLATT: Herr Sommer, ehe wir zur Sparkasse kommen, die Frage, was bedeutet Ihnen persönlich eigentlich Nachhaltigkeit?

Andreas Sommer: Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Allerdings gehört für mich weit mehr dazu als das, was aktuell oftmals im Fokus steht: nämlich Klimawandel und Umweltschutz. Wenngleich mir die Dramatik natürlich bewusst ist. Und ich habe zwei Töchter im Alter von 16 und 21 Jahren, die mich immer wieder damit konfrontieren.
Für mich sind aber soziale und ökonomische Nachhaltigkeit mindestens ebenso relevant: Chancengleichheit, das Recht auf Bildung, die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben. Für viele von uns erscheinen diese Dinge als selbstverständlich, sie sind es aber bei weitem nicht. Übrigens begegnen mir diese Themen immer wieder bei meiner täglichen Arbeit.

WOCHENBLATT: Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit in Ihrer Sparkasse?

Andreas Sommer: 
Ich möchte behaupten einen ganz großen. Auch wenn das vielleicht nicht jedem auf den ersten Blick ersichtlich wird. Das Thema Nachhaltigkeit steckt seit mehr als 175 Jahren, so lange gibt es unsere Sparkasse, im genetischen Code der Sparkasse Harburg-Buxtehude – übrigens auch der Sparkassen-Organisation in Gänze. Wir sind gemäß Satzung verantwortlich für die Unterstützung unserer Träger bei der Sicherstellung des sozialen und wirtschaftlichen Fortschritts.
Sparkassen zielen nicht primär auf Gewinnmaximierung ab, vielmehr dienen sie sehr stark dem Gemeinwohl in ihrer Region. Dazu gehört auch die Förderung von Sport, Kultur, Bildung, Umweltschutz usw. Wir geben jährlich über eine Millionen Euro an Spenden und Sponsoring in die Region, ein Großteil der von uns geförderten Projekte verfolgt nachhaltige Ziele. All das sind originäre Dinge, die auf Nachhaltigkeit einzahlen. Insofern hat Nachhaltigkeit schon jetzt einen hohen Stellenwert in unserer Sparkasse, wir tun zukünftig aber gut daran, jeden Tag zu überprüfen, wo wir noch mehr oder was wir besser machen können.

WOCHENBLATT: 
Wie nachhaltig ist die Sparkasse Harburg-Buxtehude denn schon unterwegs? Können Sie uns Beispiele dafür nennen?

Andreas Sommer: Unser aktuellstes Beispiel ist, dass wir die Selbstverpflichtung der Sparkassen für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit unterzeichnet haben. Hierin bekennen wir uns zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens und dem Bestreben, unseren Geschäftsbetrieb bis zum Jahr 2035 Kohlendioxid-neutral zu gestalten.

WOCHENBLATT: Aber damit haben Sie recht lange gezögert, mehr als 200 Sparkassen deutschlandweit haben bereits unterzeichnet. Warum?

Andreas Sommer: Für uns war nicht primär wichtig, zu den ersten zu gehören. Vielmehr wollten wir die Kriterien und deren Tragweite vollumfänglich verstehen und ein realistisches Bild erlangen, ob wir sie zu 100 Prozent aus eigener Kraft erfüllen können. 2035 klingt weit weg, ist möglicherweise aber doch weniger Zeit, als man zunächst denkt. Das haben wir für alle Bereiche intensiv geprüft und haben nun die notwendige Transparenz, die uns erfreulicherweise zu dem Ergebnis kommen lässt, dass wir das schaffen können.

WOCHENBLATT: Was haben Sie darüber hinaus schon angepackt?

Andreas Sommer: Es gibt viele kleine aber auch größere Beiträge, mit denen wir schon jetzt unseren ökologischen Fußabdruck verkleinern. Angefangen beim Papierverbrauch, den wir über digitalisierte Prozesse signifikant reduzieren konnten. Wir haben beispielsweise unsere Pool-Fahrzeuge schrittweise umgestellt auf E- und Hybrid-Fahrzeuge. Bei unseren Umbaumaßnahmen, sei es in Buchholz vor drei Jahren oder jetzt in Harburg und Buxtehude, achten wir darauf, dass wir nachhaltige Materialen einsetzen und dass wir Unternehmen aus der Region beschäftigen. Unser gesamtes Gebäude- und Raumkonzept ist darauf ausgelegt, Flächen und damit auch den Energieverbrauch zu verringern. Über das Desk-Sharing-Modell sparen wir Mobiliar und Technik ein. All das zahlt auf die Schonung von Ressourcen ein.
Bis hin dazu, und das ist wieder ein ganz aktuelles Beispiel, dass wir unsere Stromverträge umgestellt haben. Ab dem 1. Januar 2022 werden wir zu 100 Prozent Ökostrom beziehen. Allein mit dieser Umstellung reduzieren wir unseren Kohlendioxid-Ausstoß um 1.000 Tonnen.
Das sind nur einige Beispiele, die auf das Thema Nachhaltigkeit einzahlen und die zeigen, dass wir es ernst meinen. Vieles sind im Übrigen Dinge, die nicht erst in den letzten Wochen angestoßen wurden, sondern schon in der Vergangenheit. Und an denen wir in der Zukunft gewissenhaft weiterarbeiten werden.

WOCHENBLATT: Worin sehen Sie für unsere Sparkasse die größten Herausforderungen auf dem Weg, nachhaltiger zu werden?

Andreas Sommer: Herausforderungen gibt es gewiss einige, im Wesentlichen sehe ich aber zwei Punkte. Eine große Herausforderung ist sicherlich, die Balance zu finden zwischen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Wir müssen uns das, was wir verändern möchten, auch leisten können. Wir sind gerne bereit, Geld in die Hand zu nehmen und zu investieren. Das muss aber sehr zielgerichtet erfolgen und Schritt für Schritt. Wir wollen die richtigen Dinge machen, die uns voranbringen und diese dann konsequent.
Und das zweite ist das Thema Kommunikation und Transparenz. Sowohl an unsere Kunden wie auch an unsere Kollegen. Wir müssen unseren Kunden gegenüber vermitteln, was wir tun und warum wir es tun. Und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt es frühzeitig einzubeziehen und auf dem Weg zur nachhaltigen Sparkasse mitzunehmen.

WOCHENBLATT: Was haben die Kunden unserer Sparkasse vom Thema Nachhaltigkeit?

Andreas Sommer: Wir bieten unseren Kunden schon einiges. Angefangen bei ganz aktuellen Projekten in der Region, wie der Blühpatenschaft für unsere Blühwiese in Buchholz oder vor einigen Jahren dem Hittfelder Windzertifikat. Beides ist auf sehr positive Resonanz gestoßen, sodass wir schon jetzt planen, weitere nachhaltige Projekte zu realisieren und eigene Produkte aufzulegen. Unsere Privatkunden profitieren darüber hinaus von den grünen Anlageprodukten der Deka. Und Unternehmen, die bei der Transformation noch am Anfang stehen, unterstützen wir gezielt bei Investitionen in mehr Nachhaltigkeit.
Gleichwohl bin ich mir gar nicht so sicher, ob die Frage die richtige ist. Perspektivisch werden wir unsere Kunden nicht davon überzeugen müssen, wie wichtig das Thema ist und was sie davon haben. Vielmehr haben unsere Kunden, unsere Träger, unsere Mitarbeiter und die ganze Öffentlichkeit verstärkt die Erwartung an unsere Sparkasse, dass wir nachhaltig unterwegs sind. Dieser Erwartungshaltung müssen wir gerecht werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Und dieser Erwartungshaltung wollen wir gerecht werden, weil wir davon überzeugt sind.

Sparkasse Harburg-Buxtehude will bis 2035 klimaneutral sein
Autor:

Axel-Holger Haase aus Buchholz

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