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Ärger über den Autolärm

Wenn Autos über den Mittelstreifen fahren, gibt es unangenehme Geräusche

Buchholz: Fahrbahnmarkierung am Heidekamp verursacht Geräusche und bringt Anwohner gegen die Stadt auf

os. Buchholz. Gut gedacht und schlecht gemacht? Diese Frage stellen sich derzeit die Anwohner am Heidekamp in Buchholz. Grund ist eine Fahrbahnmarkierung, die unangenehm laut ist. "Nachts sitzen wir senkrecht im Bett", berichtet Anwohner Matthias Jahn.
Hintergrund: Im vergangenen Jahr machte der Deutsche Bundesrat den Weg dafür frei, künftig einfacher Tempo-30-Zonen vor sozialen Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Seniorenheimen und Krankenhäusern einrichten zu können.
In Buchholz wurde danach u.a. am Heidekamp eine temporäre Tempo-30-Zone eingerichtet, die tagsüber gilt. Grund: Im Kurvenbereich zur Kolberger Straße ist der Heidekamp schlecht einsehbar, just an der Stelle, an der auf beiden Straßenseiten der Kindergarten Kunterbunt beheimatet ist.
Vor Kurzem ließ die Straßenbaubehörde zusätzlich im Kurvenbereich eine neue Fahrbahnmarkierung aufbringen. Diese ähnelt den Rüttelstreifen auf Autobahnen, die beim Überfahren den Autofahrer vor dem Verlassen der Fahrbahn warnen. Das Problem: Jedes Überfahren der groben Fahrbahnmarkierung erzeugt Lärm - und am Heidekamp schneiden viele Fahrzeugführer die Kurve.
Die Anwohner haben sich mehrfach an die Stadt Buchholz gewandt. "Der Lärm ist teilweise sehr unangenehm", kritisiert Anwohner Jahn. Gerade in der Nacht, wenn er zur Ruhe kommen wolle, würden auch einzelne Autos extremen Lärm verursachen. "Wir Anwohner sind nicht gegen die Tempo-30-Zone oder regelmäßige Geschwindigkeitsmessungen", betont Matthias Jahn. Die jetzige Lösung, die Autofahrer zu disziplinieren, sei allerdings schlecht. "Eine durchdachte Lösung wäre es, die komplette Straße von Montag bis Sonntag als Tempo-30-Zone auszugeben. Regelmäßige Überprüfungen durch die Exekutive würden gleichzeitig reichlich Einnahmen bringen."
Man habe die Fahrbahnmarkierung aufgebracht, weil häufig Klagen der Anwohner gekommen seien, dass Autofahrer die Kurve am Heidekamp/Kolberger Straße schneiden, erklärt Stadtsprecher Heinrich Helms. "Wir werden die Situation weiter beobachten und dann entscheiden, was wir tun."