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Die unendliche Geschichte

Die Fahrt durch die Elisenstraße ist wieder uneingeschränkt erlaubt Foto: os

Verkehrsregelung an der Elisenstraße in Buchholz wurde erneut geändert / "Sind wir denn im Tollhaus?"

os. Buchholz. Komplettes Durchfahrverbot, zeitlich eingeschränktes Durchfahrverbot - die Anwohner der kleinen Elisenstraße in Buchholz mussten sich in den vergangenen Jahren immer wieder an neue Regelungen vor ihrer Haustür gewöhnen. Jetzt hat die Verkehrsbehörde die Verkehrsregelung erneut geändert: Ab sofort darf die Durchgangsstraße wieder uneingeschränkt in beide Fahrtrichtungen genutzt werden. Die Anwohner sind empört: "Sind wir denn im Tollhaus?", fragt Peter Schwencke, nachdem er aus dem Rathaus eine Nachricht von Verkehrsbehördenchef Matthias Krohn erhalten hatte.
Wie berichtet, wurde die Elisenstraße in der Vergangenheit oft von Eltern als Abkürzung genutzt, um von der Bendestorfer Straße zum nahegelegenen Schulzentrum am Buenser Weg (Heideschule, Albert-Einstein-Gymnasium, IGS Buchholz, Förderschule An Boerns Soll) zu gelangen. Das Problem: Die Autofahrer halten sich nach Ansicht der Anwohner nur selten an das vorgeschriebene Tempo 30. Zudem sei die Straße für den Begegnungsverkehr deutlich zu schmal.
Nachdem die Verkehrsbehörde erst im Juli 2018 das dauerhafte Durchfahrverbot angeordnet hatte, hob sie es bereits im November wieder auf. "Wir wollten schauen, wie sich der Verkehr dann entwickelt", erklärt Stadtsprecher Heinrich Helms. Gemeinsam mit der Polizeiinspektion Harburg habe man drei Verkehrszählungen durchgeführt. Diese hätten ergeben, dass 224, 228 bzw. 295 Fahrzeuge pro Tag die Elisenstraße durchfahren. "Gemeinsam sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass der Verkehr dort ohne Probleme fließt und ein Durchfahrverbot nicht mehr notwendig ist", so Helms.
Das Ergebnis passt den Anwohnern nicht. "So wird wutbürgerliches Misstrauen gegenüber der Verwaltung geschürt", kritisiert Peter Schwencke. Man habe der Verwaltung jahrelang von den Problemen und Auffälligkeiten in der Elisenstraße berichtet. Die angespannte Verkehrssituation sei eine Angelegenheit der Gemeinschaft: Viele ältere Bewohner trauten sich wegen der neuen Verkehrsregelung mit ihren Rollatoren nicht mehr auf den schmalen Bürgersteig. Peter Schwencke: "Wer verwaltungsseitig mit dieser Sachlage so umgeht, ist nicht Teil der Lösung, sondern des Problems."