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Diese Grünmaßnahme ging voll daneben

Einer der beschädigten Bäume in der Märchensiedlung

Buchholz: Firma beschädigt 40 von 46 Bäumen / "Wir überprüfen regelmäßig die vergebenen Arbeiten"

os. Buchholz. Hat die Stadt Buchholz ihre Aufsichtspflicht bei der Begleitung einer großen Grünmaßnahme vernachlässigt? Diesen Eindruck hat WOCHENBLATT-Leserin Wera Courvoisier nach einer missglückten Mähaktion in der sogenannten Märchensiedlung.
Jüngst mähte die beauftragte Firma die öffentliche Grünfläche in dem Wohngebiet mit leistungsstarken Motorsenden. Dabei wurden 40 von 46 Haselnussbäumen beschädigt. "Durch die Beschädigungen wird die Nährstoffversorgung der Bäume gestört oder unterbrochen, die geschädigten Bäume können austrocknen und absterben", kritisiert Wera Courvoisier. Die Stadt solle über ihre Ausschreibungen für Grünarbeiten und mögliches Preis-Dumping nachdenken.
Das WOCHENBLATT fragte bei der Stadtverwaltung nach. "Wir überprüfen regelmäßig die vergebenen Arbeiten im gesamten Stadtgebiet", versichert Stadtsprecher Heinrich Helms. Im aktuellen Fall habe die beauftragte Firma einen Fehler gemacht. Eigentlich sollte zu den Bäumen ein Sicherheitsabstand von 50 Zentimetern eingehalten werden, das sei unterblieben. Nach den Erkenntnissen des Grünamts sei kein Baum tödlich verletzt worden. "Wir gehen davon aus, dass alle Bäume überleben werden", so Helms. Den entstandenen Schaden muss die mit den Mäharbeiten beauftragte Firma tragen.