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Elf Vorschläge für einen besseren Klimaschutz

Bei der ersten Klimaschutzdemonstration mobilisierten Fritz Volkers (re.) und seine Mitstreiter mehr als 500 Bürger, davon die meisten Schülerinnen und Schüler

"Fridays for Future": Organisatoren konkretisieren ihre Forderungen / Demonstration am 15. März

os. Buchholz. Nach dem großen Erfolg bei der Premiere von "Fridays for Future" mit mehr als 500 Schülerinnen und Schülern vor rund zweieinhalb Wochen rufen die Organisatoren Fritz Volkers und Jannes Mittelbach am Freitag, 15. März, erneut zur Teilnahme an der Klimaschutzdemonstration in Buchholz auf. Treffpunkt ist um 12 Uhr auf dem Schützenplatz an der Richard-Schmidt-Straße. Von dort führt der Protestzug durch die Innenstadt bis zum Peets Hoff.
Volkers und Mittelbach haben sich die Kritik, dass die Demonstration auf lokaler Ebene sowieso nichts bringe und es den Schülern oft primär um einen schulfreien Tag gehe, zu Herzen genommen. Bei einem Treffen mit der Jungen Union formulierten sie einen Katalog mit elf Forderungen zur Verbesserung des Klimaschutzes, den sie an Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse und alle Vertreter des Stadtrates sowie des Jugendrates sendeten. "Besonders auf kommunaler Ebene kann viel für unsere Umwelt getan werden", betont Fritz Volkers. Das sind die Vorschläge:
Verkehr: Ziel müsse es sein, die Anzahl der Autos in Buchholz trotz Bevölkerungswachstums zu reduzieren. Dazu müsse man die Situation für Radfahrer deutlich verbessern sowie den Öffentlichen Personennahverkehr billiger und flexibler gestalten.
Raus aus der Kohle: Um die Klimaziele aus dem Pariser Abkommen zu erreichen, müsse Deutschland deutlich vor 2030 den Kohleausstieg umsetzen. Buchholz könne Vorbild sein, indem es eine der ersten komplett aus erneuerbaren Energien versorgten Kommunen sei.
Rütgers-Fläche als Biotop: Man könne die rund 16 Hektar große Innenstadtbrache zu einer Heidefläche, Blumenwiese oder einem Brennnesselfeld machen, um verschiedenen Insekten- und Vogelarten eine Heimat zu bieten. Eine spätere Wohnbebauung sei nicht ausgeschlossen. "Biotope haben auch einen Nutzen, wenn sie nur vorübergehend sind", betonen die Verfasser.
Biotope in Gewerbegebieten: Mit wenig Aufwand könne man aus Flachdächern in Gewerbegebieten ein geschütztes Biotop machen. Große Hallen könnten zudem von außen begrünt werden.
Regenrückhaltebecken als Biotop: Gerade durch den Wechsel von Überflutung und Trockenheit hätten Regenrückhaltebecken großes Potenzial. Pflege und Kosten der Ökosysteme seien vergleichsweise gering.
Bäume mit Potenzial pflanzen: Anstatt an Straßen kleinwüchsige Bäume, die hier nicht heimisch sind, zu pflanzen, solle man zur Förderung der Biodiversität einheimische Bäume wie Eichen nehmen.
Stopp von Rodungen: Die Stadt solle kleine wilde Grundstücke in Buchholz erhalten, weil diese wichtig für das Ökosystem seien. Notfalls solle die Stadt die Grundstücke kaufen.
Naturschutzstiftung: Es mache Menschen glücklich, wenn sie vor Ort den Erfolg ihrer Spenden sehen können. Deshalb ergebe die Gründung einer Naturschutzstiftung Buchholz Sinn.
Finanziellen Spielraum schaffen: "Besteuern Sie auf kommunaler Ebene Einwegverpackungen", fordern die Verfasser. Dadurch dämme man Verpackungsmüll ein, das Geld könne für Maßnahmen für den Umwelt- und Klimaschutz verwendet werden.
Nisthilfen: Um Vögeln Unterschlupf zu geben, sollten bei Neubauten und Fassadensanierungen Nisthilfen angeordnet werden.
Schluss mit Insektenfallen: Viele der Straßenlaternen seien Insektenfallen. Durch andere Wellenspektren in der Beleuchtung könne die anziehende Wirkung des Lichts erheblich gesenkt werden.