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Erinnerung an die "Ur-Katastrophe"

Neuntklässler waren die ersten Besucher der Ausstellung, die (vorn v. li.) AEG-Lehrer Frank Flemming, Karl-Friedrich Boese (Volksbund), Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse, Schulleiter Hans-Ludwig Hennig und stv. Landrat Rudolf Meyer eröffneten

Ausstellung im Albert-Einstein-Gymnasium zum Ersten Weltkrieg / "Unser Auftrag ist Friedenserziehung"

os. Buchholz. Der Erste Weltkrieg (1914 bis 1918) mit mehr als 17 Millionen Toten wird oft als "Weltenbrand" und "Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts" bezeichnet. Um an den Krieg und die weitreichenden Folgen u.a. auf dem Weg in den Zweiten Weltkrieg zu erinnern, hat das Buchholzer Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) anlässlich des nahenden 100. Jahrestages des Kriegsendes eine Ausstellung organisiert. Diese wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zusammengestellt und ist bis Ende kommender Woche in der Aula der Schule im Schulzentrum Buenser Weg zu sehen. Auch interessierte Eltern und andere Bürger können sich dort informieren.
Auf großen Schautafeln werden u.a. die Gründe für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der Verlauf der Kriegshandlungen, Begeisterung und Skepsis auf Seiten der Bevölkerung sowie die Auswirkungen auf die nächste Generation thematisiert. Den Kontakt zum Volksbund-Bildungsreferenten Karl-Friedrich Boese stellte AEG-Geschichtslehrer Frank Flemming her. "Leider wird der Erste Weltkrieg nur in der Sekundarstufe eins thematisiert. Bei einem kurzen Schuljahr wird die Zeit dafür schon mal knapp", sagte Flemming. Auftrag der allgemeinbildenden Schulen sei auch die Friedenserziehung, deshalb sei die Ausstellung wichtig.
Der stellvertretende Landrat Rudolf Meyer betonte: "Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, dass der Frieden keine Selbstverständlichkeit ist und wir für diesen aktiv sein müssen." Das sei gerade derzeit wichtig, da es überall auf der Welt neben rund 30 kriegerischen Auseinandersetzungen auch einen "Kampf mit Worten" gebe. Meyer: "Was wir dort teilweise hören, ist schon starker Tobak."