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Rotkohl ist ein Winterkunstwerk

Diplom-Oecotrophologin Karin Maring Foto: FLMK

Ernährungstipp von Karin Maring

(nw/tw). Karin Maring, Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf/ Landkreis Harburg), gibt in lockerer Reihenfolge für WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp - Rotkohl: Ein aufgeschnittener Rotkohl hat zahlreiche Fotografen und Maler als Motiv inspiriert. Zu Recht- es ist schon ein kleines Kunstwerk. Im Dezember hat er Hochsaison. Seine kräftige Farbe ist in Abhängigkeit vom pH-Wert des Bodens und der Zubereitung lila, rot oder eher bläulich. Werden, wie bei uns üblich, beim Kochen saure Zutaten wie Äpfel, Essig oder Wein verwendet, färbt er sich rötlich. Alkalische Böden oder die Zugabe von Haushalts Natron (Backpulver) ändert den Farbton in blau. Das erklärt die unterschiedlichen regionalen Bezeichnungen „Rotkohl“ oder „Blaukraut“. Verantwortlich für dieses Spiel ist der wasserlösliche Farbstoff Cyanidin.
Rotkohl wurde bereits im Mittelalter als Heilmittel bei Infektionen und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Schon damals war bekannt, dass er ein wertvoller Lieferant für lebensnotwendige Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe ist. Alle Kohlsorten haben wenig Kalorien, aber reichlich Ballaststoffe und sind deswegen prima zum gesunden Sattessen geeignet. Gewürznelken, Lorbeerblatt und winterliche Obstbeigaben, z.B. Orangen, Johannisbeergelee oder Preiselbeeren, machen gekochten Rotkohl zu einem intensiv duftenden, perfekten Weihnachtsgericht.
Rezeptipp - Salatgemüse: Dazu rohen, geviertelten Rotkohl raspeln oder fein schneiden. Mit Essig, (Nuss-)Öl, Honig, Salz, Pfeffer/Chili und Orangenfilets mischen. Einige Stunden durchziehen lassen. Mit gehackten Nüssen oder gerösteten Sonnenblumenkernen anbieten. Guten Appetit!