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Blau-Weiss-Team holt DM-Bronze

Das A-Team der Lateinformation von Blau-Weiss Buchholz holte bei der Deutschen Meisterschaft in Braunschweig die Bronzemedaille (Foto: privat)

TANZSPORT: Traum, an der WM in China teilzunehmen, ging nicht in Erfüllung

(cc). Das zielstrebige A-Team der Lateinformation von Blau-Weiss Buchholz fliegt zwar nicht nach China, konnte sich aber am vergangenen Samstag bei der Deutschen Meisterschaft in der Braunschweiger Stadthalle über eine Bronzemedaille freuen. "Die Heimreise nach Buchholz haben wir aber mit gemischten Gefühlen angetreten", sagte Trainerin Franziska Becker. Glücklich sei man über die starke Turnierleistung gewesen, zudem habe ihre Mannschaft den den Status als drittbeste Mannschaft Deutschlands bestätigt. Traurig seien alle wegen der verpassten WM-Chance gewesen.
Den Meistertitel holte zum wiederholten Mal der Bremer Grün-Gold-Club, der von 40 möglichen Punkten 34,25 erhielt. Vizemeister wurde TSZ Velbert mit 33,46 Punkten. Die Formation von Blau-Weiss Buchholz erhielt 30,42 Punkte, Vierter wurde die TSG Bremerhaven (29,67 Punkte). Damit haben sich Grün-Gold und TSZ Velbert für die Weltmeisterschaft der Lateinformationen am 2. Dezember in China qualifiziert. Velbert muss allerdings als Zweitplatzierter der DM die Kosten selbst tragen, denn der Deutsche Tanzsportverband kann nur einer Mannschaft die Reise finanzieren.
In der Volkswagen Arena in Braunschweig war es am späten Samstagabend ein unfassbar spannendes Finale der besten deutschen Mannschaften. Vor allem die Punktevergabe sorgte dabei für Furore. Mittendrin das Team aus Buchholz, das sich auf die Fahne geschrieben hatte in diesem Jahr in den Kampf der Giganten mit einzusteigen und das Duell von Grün-Gold und dem TSZ Velbert zu einem Dreikampf zu machen, berichtet Franziska Becker. Die neue Choreographie der Buchholzer setzte beim DM-Auftritt die nötigen Akzente. Um den Top-Teams die Stirn zu bilden, hatte die Buchholzer Cheftrainerin mit ihrem Team eine innovative und äußerst komplexe Choreographie zum Thema „Rhythm – lives in you“ erstellt. Die rund 150 Fans, die nach Braunschweig mitgereist waren, machten sich in der Stadthalle lautstark bemerkbar, um ihr Team durch die Runden zu begleiten.
Nach der Vor- und Zwischenrunde schafften die Favoriten den Sprung in das Finale. Die Mannschaft aus Bremen um Trainer Roberto Albanese trat mit ihrem neuen Programm „This is me“ an und bot wie gewohnt ein professionelles Gesamtpaket auf höchstem Niveau. Nur in der Zwischenrunde gab es bei den Bremern kleine Wackler. Das Team des TSZ Velbert brachte seine Choreographie „One World“ exakt und auf den Punkt fehlerlos auf das Parkett. Aber auch das A-Team von Blau-Weiss begeisterte mit einer hohen Dynamik und tänzerischem Können. "Die Bildführung und Synchronität war aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrads aber noch nicht ganz fehlerfrei", stellte Franziska Becker fest. "Die Mannschaft hat unfassbar gut getanzt, leider aber nicht geschafft, seine enorm anspruchsvolle Choreographie fehlerfrei zu präsentieren. Der dritte Platz geht durchaus in Ordnung", resümierte Becker. „Mit der Punktevergabe kann und darf ich jedoch nicht zufrieden sein, sie spiegelt unsere Leistung nicht wider. Der Abstand von drei Punkten zu Velbert ist viel zu groß, vor allem im tänzerischen Bereich hätten wir deutlich mehr punkten müssen." Abstriche bei den ‚Team skills’ (Synchronität) hätte durchaus für vertretbar gehalten. "Die Punktevergabe ist mir deutlich zu undifferenziert." Die Buchholzer hadern vor allem damit, dass sich die Wertungsrichter anscheinend auf das Duell Bremen und Velbert eingeschossen hatten und Buchholz trotz starker Leistung nicht in den Dreikampf einsteigen konnte.