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"Dieser Wettkampf war der Hammer"

Zusammen ins Ziel: Reiner Wieneke (li.) und Dr. Rainer Brase (re.) begleiteten Dr. Jochen Menzel auf den letzten Metern (Foto: Marathon-Photos.com)

Sie haben es geschafft: Triathlon-Senioren absolvieren den Ironman in Glücksburg in unter zwölf Stunden

(os). "Wir sind überglücklich, dass wir durchgekommen sind. Dieser Wettkampf war der Hammer." Reiner Wieneke (66) war auch Tage nach dem "Ostseeman", dem Ironman-Triathlon in Glücksburg, noch enthusiastisch. Gemeinsam mit Dr. Rainer Brase (62) aus Jesteburg und Dr. Jochen Menzel (69) aus Asendorf bestritt der ehemalige Berufsschullehrer aus Buchholz die Staffel. Für 3,8 Kilometer Schwimmen (Brase), 180 km Rad fahren (Wieneke) und dem abschließenden Marathon über 42,195 Kilometer (Menzel) benötigten die durchtrainierten Senioren, die die bei Weitem älteste Staffel stellten, 11:51:54 Stunden. Unter 68 Männerstaffeln reichte das für Rang 48.
"Für die widrigen Bedingungen war das eine richtig gute Zeit", wertete Wieneke. Der böige Wind machte den Startern zu schaffen, zwischendurch gab es einen starken Regenschauer. "Ich habe auf dem Rad zeitweise gefroren, das war schon merkwürdig", so Wieneke.
Nach einer kurzen Andacht und dem Abspielen der Nationalhymnen aller beteiligten Länder trotzte der erfahrene Freiwasserschwimmer Rainer Brase den Bedingungen und dem Wellengang und absolvierte die 3,8-km-Strecke in 1:23:45 Minuten. Brase liebt die langen Distanzen im Wasser: Eine Woche vor dem "Ostseeman" schwamm er bei Wettbewerben in Schaprode und Kummerow (beides Mecklenburg-Vorpommern) zusammen fast acht Kilometer, an diesem Wochenende kehrt er für das "Fördecrossing" nach Glücksburg zurück: Dieses ist Zielort des 3-km-Wettkampfs, der im dänischen Sönderhav beginnt.
Beim "Ostseeman" übergab Brase den Transponder an Reiner Wieneke, der sechs Runden à 30 Kilometer auf dem Rad fuhr. "Das war eine harte Strecke", berichtet er. Insgesamt summierten sich die Höhenmeter auf 1.260 Meter. "Zwischendurch dachte ich: 'Reiner, du bist doch nicht in den Alpen.'" Zu Beginn konnte Wieneke seine selbst gesetzte Vorgabe - ein Schnitt von 30 Stundenkilometern - halten, erst im Laufe des langen Rennens wurde er etwas langsamer. Insgesamt benötigte Wieneke 6:12:49 Stunden. "Mein Trainingsprogramm ist letztlich voll aufgegangen", sagt er. Wieneke absolvierte viel Ausdauertraining auf der Rolle im heimischen Keller.
Nach Wieneke beschloss Jochen Menzel wenige Tage vor seinem 69. Geburtstag die Staffel mit dem Marathon. Für die 42,195 Kilometer benötigte der Arzt bei Hitze und starkem Wind 4:12:33 Stunden. Menzel hatte sich u.a. beim Hella-Halbmarathon in Hamburg und in der Staffel beim 100-km-Heidelauf auf den "Ostseeman" vorbereitet.
"Die Zuschauer haben uns hervorragend unterstützt", berichtet Reiner Wieneke. Dank der hervorragenden Organisation mit mehr als 200 Helfern "war ganz Glücksburg in Aufruhr". Brase, Wieneke und Menzel nutzten den Wettkampf in Glücksburg, um die Antidoping-Kampagne "Alles geben, nichts nehmen" der nationalen Antidoping-Agentur (Nada) zu unterstützen. "Wir haben gezeigt, dass man auch ohne verbotene Substanzen gute Leistungen bringen kann", betont Wieneke. Er hat jetzt Lust auf mehr: "Ich will nicht ausschließen, so einen Wettbewerb noch einmal zu machen."