Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Von der Krankheit nicht unterkriegen lassen

Am Ende stand ein Mittel von 34 km/h: Sven Papendorf (li.) auf der Radstrecke am Indischen Ozean (Foto: Finisherpix)

Triathlet Sven Papendorf kämpft sich bei Ironman-70.3-WM in Südafrika trotz Mageninfekts durch

(os). Noch am Tag vor dem großen Rennen hätte Triathlet Sven Papendorf (46) nicht gedacht, dass er die halbe Ironman-Distanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 km Rad fahren und 21,1 km Laufen) bei der Ironman-70.3-WM in Port Elizabeth (Südafrika) durchstehen würde. Ein Magen-Darm-Infekt hatte den WOCHENBLATT-Sportler des Jahres 2016 aus Jesteburg außer Gefecht gesetzt. Papendorf regenerierte allerdings, sodass er bei seinem Saisonhöhepunkt an den Start gehen konnte: Er kam nach 5:03:19 Stunden ins Ziel und erreichte in seiner Altersklasse M45-49 den 165. Platz.
Die Schwimmstrecke ging Sven Papendorf wegen der Krankheit der Vortage passiver an als geplant. Seine Zeit von 30:45 Minuten im 16 Grad warmen Indischen Ozean bezeichnete der Produktmanager als "solide". Auf der anschließenden Radstrecke machte das Wetter den Athleten zu schaffen. "Die Straßen waren unangenehm nass, rutschig und zum Teil nicht die Besten", berichtet Papendorf. Große Gruppen, in denen er sich temporär hätte aufhalten können, gab es wegen der späten Startzeit nicht. "So kann ich wenigstens behaupten, regelkonform und ohne Windschatten gefahren zu sein", sagt Papendorf schmunzelnd. Er bewältigte die profilierte und selektive Radstrecke in 2:38:43 Stunden, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 km/h entspricht. "Mehr war nicht drin, die Zeit ist aber o.k.", erklärt Papendorf.
Beim abschließenden Halbmarathon merkten die Athleten, warum Port Elizabeth auch "The Windy City" genannt wird. Auf der windigen Strecke, die zwei Mal gelaufen werden musste, machten vier knackige Anstiege den Sportlern zusätzlich zu schaffen. Für die 21,1 Kilometer benötigte Sven Papendorf 1:47:37 Stunden. "Da geht natürlich normalerweise mehr, aber am Wettkampftag mit der Vorgeschichte nicht", betont der Jesteburger, der für das Team Turbine Poschmühle startet.
Trotz der Strapazen zieht Sven Papendorf ein positives Fazit nach seiner zweiten WM-Teilnahme (2016 startete er beim Ironman auf Hawaii): "Es war ein unbeschreibliches Erlebnis und eine tolle Erfahrung. Hoffentlich darf ich das nochmal erleben!"
Sven Papendorf will jetzt zumindest beim Lauftraining kürzer treten, um seine seit Wochen lädierte Hüfte zu schonen. Im Oktober steht dann noch einmal ein besonderer Rennrad-Wettbewerb auf dem Programm: In einem Dreierteam nimmt er an dem Zeitfahrrennen Hamburg - Berlin teil. Die Strecke ist 275 (!) Kilometer lang.
• Papendorfs langjähriger Team-Kollege und Freund aus Jesteburg, Jens-Uwe Hirt, legte ein mehr als respektables WM-Debüt hin: Er benötigte 5:11:51 Stunden.
Die WM-Titel bei den Profis gingen an Jan Frodeno (Köln/Girona, 3:36:30 Stunden) bei den Männern und Daniela Ryf (Schweiz, 4:01:13) bei den Frauen.