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Standing Ovations zum Abschied von Wilfried Seyer

WLH-Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Cohrs (re.) übergab Wilfried Seyer ein Bild des ISI-Zentrums und Seyers Ehefrau Dörte einen Blumenstrauß
 
Arbeiteten gut zusammen: WLH-Geschäftsführer Wilfried Seyer (li.) und Aufsichtsrats-Vorsitzender Manfred Cohrs

Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg (WLH) geht nach 20 Jahren in den Ruhestand / Landrat Rempe: "Sie waren ein Glückfall"

(os). Zum Abschluss des fast dreistündigen Programms erhoben sich die rund 160 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und spendeten Wilfried Seyer (67) stehend Applaus für das, was er in den vergangenen 20 Jahren für den Landkreis Harburg getan hat: Nach zwei erfolgreichen Jahrzehnten an der Spitze der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH (WLH) wurde der Gründungs-Geschäftsführer am vergangenen Freitag in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger zum 1. Januar 2019 wird Jens Wrede.
Dass der Abschied im Gasthaus "Zum Estetal" in Kakenstorf gefeiert wurde, war kein Zufall: In der Tostedter Gemeinde entwickelte die WLH das erste von zehn Gewerbegebieten unter der Ägide von Wilfried Seyer. Das Unternehmen wurde tätig, da einige alteingesessene Unternehmen aus Kakenstorf nach Tostedt abzuwandern drohten. Das rund 4,9 Hektar große Gewerbegebiet in Kakenstorf ist längst voll belegt - wie die von der WLH entwickelten Gebiete in Hollenstedt, Wennerstorf und Marxen. Hoch erfolgreich waren Wilfried Seyer und sein Team auch in Evendorf, Egestorf, Hanstedt, Salzhausen, Hittfeld und Bispingen. Wenn die Belegung nicht wie geplant funktionierte - wie beim Gewerbegebiet in Hanstedt, traute sich Seyer auch von den Ursprungsplänen abzuweichen. In Hanstedt wurde aus der geplanten Kombination von Gewerbe und Wohnen ein reines Gewerbegebiet.
Insgesamt entstanden in der Zeit von Wilfried Seyer rund 1.900 neue Arbeitsplätze im Landkreis Harburg. Rund 200 Millionen Euro investierten die Firmen, die WLH steuerte als Eigeninvest zur Quartiersentwicklung rund 75 Millionen Euro bei.
"Sie waren und sind ein Glücksfall für den Landkreis Harburg", sagte Landrat Rainer Rempe bei seiner Abschiedsrede. Seyer habe sich vom anfänglichen Widerstand aus Teilen der Politik und der Kreisverwaltung nicht beirren lassen, seinen Weg entschieden zu gehen. "Sie sind ein Mann mit Visionen, der uneingeschränkt an das wirtschaftliche Potenzial im Landkreis Harburg geglaubt haben", lobte Rempe.
WLH-Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Cohrs lobte, dass besonders kleine Gemeinden vom Wirken von Wilfried Seyer profitiert hätten. Seyer habe mit großer Beharrlichkeit die WLH geführt und maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg beigetragen. Bereits seit 2002 kommt die WLH ohne öffentliche Zuschüsse aus.
Wilfried Seyer betonte, dass kommunale Wirtschaftsförderung nicht primär die Wirtschaft, sondern die Kommunen durch Wirtschaftskraft fördere. Der Wert der WLH sei zum Stichtag 31. Dezember 2017 auf rund 5,1 Millionen Euro angewachsen bei gesicherter Liquidität und gut gefülltem Auftragsbuch. "Darauf bin ich natürlich stolz", sagte Seyer, der betonte, dass der Erfolg nur mit einem guten Team möglich sei. Sein Abschiedswunsch sei, dass der Landkreis Harburg eine größere Wahrnehmung in der Politik in Hannover und in der Hamburger Wirtschaft bekommt. Zudem ermunterte er Kommunen im Landkreis Harburg, über eine Stadtwerdung nachzudenken.
Wilfried Seyer freut sich jetzt auf den Ruhestand. Endlich könne er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Seyer: "Ich werde weder dem Trübsal noch der Trunksucht verfallen!"