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Haftbefehl als Folge fürs Schwänzen

Angeklagter bleibt seinem Prozess fern

tk. Buxtehude. Alle waren da: Der Staatsanwalt, das Schöffengericht, ein Richter und zwei Laienrichter sowie der Verteidiger. Einer fehlte: der Angeklagte H. Der Mann aus dem Kehdinger Land ist angeklagt, weil er im vergangenen März die Eingangstür eines Mehrfamilienhauses in Horneburg angesteckt hatte. Außerdem besaß er  - illegal - eine scharfe Schusswaffe und war ohne Führerschein Auto gefahren. Weil H. noch unter laufender Bewährung steht, er hatte wegen eines Betäubungsmitteldelikts eine Haftstrafe von acht Monaten erhalten, hat sein Fehlen vor Gericht Folgen: Er wird nun mit einem Haftbefehl gesucht. 

Richter und Staatsanwalt waren sich einig, dass H. offenbar wisse, dass für ihn mittlerweile viel auf dem Spiel stehe. Vor dem Schöffengericht droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe. Im Vorfeld des jetzt geplatzten Prozesses hatte die Staatsanwaltschaft noch versucht, den Aufenthaltsort des Angeklagten zu ermitteln: vergebens. Der Mann ist abgetaucht. Auch sein Anwalt hat keine Ahnung, wo sich H. befindet.