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Vier Mal wurde ihr Blumenladen in diesem Jahr beschossen

Carola Seel zeigt auf das neue Einschlussloch: Vier mal wurde bereits auf ihren Blumenladen geschossen Fotos: tk
"De Blomenladen" im Visier eines unbekannten Schützen

tk. Neukloster. "Wenn ich abends noch alleine im Laden bin, habe ich jetzt richtig Angst", sagt Carola Seel, Inhaberin von "De Blomenladen" in Neukloster direkt neben dem Bahnhof. Der Grund ihrer Sorge ist nur allzu verständlich: In diesem Jahr wurde schon vier Mal auf ein Schaufenster des Blumenladens geschossen. Zuletzt sogar mit einem Luftgewehr.

Seit zwölf Jahren betreiben Carola und Thomas Seel ihr Floristikgeschäft "De Blomenwagen". "Wir kommen gut mit allen Leuten klar", sagen sie. Feinde? Fehlanzeige.

Im Februar, Carola Seel hatte abends noch im hinteren Bereich des Ladens gearbeitet, entdeckte sie beim Hinausgehen ein Loch oben im großen Schaufenster. "Die abgeprallte Stahlkugel lag noch vor dem Laden", erinnert sie sich. Zwei Tage später, die Scheibe war gerade erneuert worden, die nächste Attacke. Beim dritten Anschlag, einige Wochen später, nahm die Polizei die Stahlkugel mit. Vor gut zwei Wochen der bislang letzte Anschlag. "Die Polizei ist sicher, dass dieses Mal mit einem Luftgewehr geschossen wurde", sagt die Floristin. Das Loch im oberen Schaufensterbereich ist noch gut zu erkennen.

"Wir haben den Eindruck, dass der Täter nur wartet, bis das Fenster repariert wurde", sagt Carola Seel. Dann schlage er erneut in der Dunkelheit zu. Anzeige wurde in allen Fällen erstattet. Wer hinter den fiesen Anschlägen steckt, weiß die Polizei noch nicht. Stades Polizeisprecher Rainer Bohmbach: "Das ist auf jeden Fall kein Dummerjungenstreich." Er appelliert an Nachbarn und alle, die dort vorbeifahren, die Augen offenzuhalten. "Melden Sie sich bei der Polizei, wenn Sie etwas Verdächtiges sehen."

Carola und Thomas Seel hoffen, dass die Anschläge endlich aufhören. "Das hat auch psychische Folgen", sagen beide. Ein ungutes Gefühl sei abends ihr ständiger Begleiter. Carola Seel an den Attentäter: "Lassen Sie das bitte sein!"