Das Sturmtief Elon hat den Landkreis Stade erreicht / Info-Chaos auf den Bahnhöfen

Info-Wirrwarr am Stader Bahnhof: Laut Hinweistafel fährt der gerade aus Cuxhaven gekommene Metronom nach Hamburg. Am Zug selbst steht das richtige Ziel: Cuxhaven
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+++ UPDATE: Die Streckensperrung zwischen Horneburg und Stade ist gegen 15.30 Uhr aufgehoben worden: Der Metronom und die S-Bahn fahren wieder. +++
tk/jd. Landkreis. Seit Freitagmittag tobt das Sturmtief Elon auch über dem Landkreis Stade: Die Feuerwehren rückten zu zahlreichen Einsätzen aus. Vor allem umgestürzte Bäume mussten von den Straßen geräumt werden. In Assel wurde das Dach der Elbe Obst beschädigt und in Estorf krachte ein Baum auf ein Haus. Der Straßenverkehr ist jedoch nicht betroffen - bis auf die B73 in Neukloster, wo ein Baum auf der Fahrbahn lag. Anders sah es bei der Bahn aus: Die Strecke zwischen Stade und Horneburg war komplett gesperrt. Bäume waren auf die Oberleitungen gefallen.
Von der Sperrung der Bahnstrecke waren sowohl die S-Bahn als auch der Metronom betroffen, der aus Richtung Hamburg nur noch bis Buxtehude fuhr. Zwischen den Bahnhöfen Stade und Horneburg wurde ein Bus-Pendelverkehr eingerichtet. Trotzdem herrschte bei vielen Fahrgästen Ratlosigkeit: Die Durchsagen waren alles andere als eindeutig. Bahnfahrer, die nach Hamburg wollten, stiegen versehentlich in den Zug nach Cuxhaven. Zusätzliche Verwirrung stifteten die Hinweistafeln: Sie kündigten weiterhin die reguläre Abfahrt des Metronom an, obwohl der Betrieb zwischen Buxtehude und Stade eingestellt war.
Schuld an dem Info-Chaos hat laut Metronom-Presssprecher Björn Pamperin die Deutsche Bahn. Deren Tochterunternehmen "Station und Service" betreibe die Bahnhöfe und sei auch für die Lautsprecher-Durchsagen verantwortlich. "Wir haben dem Unternehmen rechtzeitig alle relevanten Informationen über unsere Zugausfälle kommen lassen", Pamperin. "Station und Service" sei vertraglich verpflichtet, diese Mitteilungen an die Reisenden durchzugeben. Übrigens musste niemand der Wartenden auf dem Horneburger Bahnhof frieren: Nach Auskunft von Pamperin waren die Johanniter im Auftrag der Metronom-Gesellschaft unterwegs, um die Reisenden mit heißen Getränken und warmen Wolldecken zu versorgen.

Autor:

Tom Kreib

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