Mit Liebe zum Detail: Selbstgebaute "Radarfalle" an der A26

tk. Stade. Da hat sich jemand ganz viel Mühe gegeben: Die Straßenmeisterei hat am Freitagvormittag eine täuschend echte Blitzer-Attrappe an der A26 Richtugn Stade zwischen den Anschlussstellen Jork und Horneburg gefunden. Der Kasten aus Holz sah täuschend echt aus und war hinter einer Leitplanke aufgebaut worden. Das Gerät hatte sogar ein technisches Innenleben. Ein Fotoblitz kann vermutlich per Fernbedienung ausgelöst werden.

Die Polizei hat den "Blitzer" als Fundsache eingesammelt. Der geschickte Tüftler kann sie sich in Stade abholen.

Ist das freundliche Angebot ein Trick, um den Erbauer zu schnappen?, wollte das WOCHENBLATT von Polizeisprecher Rainer Bohmbach wissen. Strafbar sei das nicht, erklärt er und fügt hinzu: "Wir können mit dem Bastler ja mal darüber reden." Dass viel Arbeit in diesen Blitzer gesteckt wurde, muss auch die Polizei anerkennen. Und irgendwie wollen Ordnungshüter und Heimwerker vermutlich auch dasselbe: runter mit dem Tempo!

Bohmbach weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es in diesem Abschnitt der A26 derzeit keine Tempobegrenzung gebe. Von daher werde auch nicht geblitzt. Sich freiwillig an die Richtgeschwindigkeit zu halten, sei aber auch nicht verboten, so Rainer Bohmbach.

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